Musterdepots: Abnehmender Grenznutzen

Musterdepots
Abnehmender Grenznutzen

Die Europäische Zentralbank stützt die Kapitalmärkte weiterhin mit frischer Liquidität. Doch je mehr Geld die EZB in die Märkte pumpt, desto weniger Wirkung entfaltet die Maßnahme. Wie lange kann das gut gehen?

FrankfurtDas Jahr 2016 wird sicherlich – wie bereits die Vorjahre – geprägt werden durch die Verlautbarungen und die Maßnahmen der internationalen Notenbanken. Während die US-Notenbank Ende Dezember 2015 die Zinsen erhöht hat und somit sich am Beginn eines vermeintlichen Zinserhöhungszyklus befindet, gestaltet sich die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) noch äußerst expansiv.

Es bleibt festzuhalten, dass gerade bei der EZB der Grenznutzen der Maßnahmen massiv abgenommen hat. Äußerungen in der Öffentlichkeit – insbesondere ab dem Jahr 2015 – haben nicht mehr nachhaltige Wirkung gezeigt. Trotz umfangreicher Käufe von Staatsanleihen (Ankündigung März 2015) und nochmaliger Ausweitung des Programms (Dezember 2015) sowie einem zusätzlich Signal, das Programm noch weiter auszuweiten (Januar 2016), nehmen die Märkte solche Aussagen mittlerweile nur noch zum Anlass, eine kurze maximal mehrtägige Rally zu veranstalten.

Wie gesagt, dies scheint doch ein starkes Zeichen eines abnehmenden Grenznutzens zu sein. Die Märkte werden quasi immer „gieriger“ und erwarten immer größere und abstrusere Programme. Es bleibt abzuwarten, inwiefern diese Sehnsucht von den weltweiten Notenbanken in Zukunft gestillt werden wird.

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