Musterdepots
Aktien so teuer wie zuletzt 2002

Die jüngsten Konjunkturdaten zur globalen Wirtschaftsentwicklung zeigen ein leicht positives Bild. „Für die Aktienmärkte ist das die entscheidende Botschaft“, sagt Daniel Hupfer, Verwalter des Privatbankdepots.
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Alles in allem – und das ist die für die Aktienmärkte entscheidende Botschaft – wächst die globale Wirtschaft, wenn auch verhalten. Wichtig ist, dass ein starker konjunktureller Abschwung oder gar eine neue Rezession derzeit nicht erkennbar ist. Dies wäre ein starkes Warnsignal, das gegen Aktien spräche.

Ein sehr guter konjunktureller Frühindikator ist dabei die Steilheit der Zinsstrukturkurve, also die Differenz von Staatsanleiherenditen eines Landes mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren zum Leitzins. Wird diese Differenz negativ, spricht man von einer inversen Zinsstrukturkurve, der in der Vergangenheit sehr häufig eine Rezession in dem betreffenden Land gefolgt ist. Wir analysieren laufend die Zinsstrukturkurven von 47 Ländern; derzeit ist diese nur in zwei Fällen invers: in Russland und in geringem Ausmaß auch in Indien. In beiden Ländern sind wir derzeit nicht investiert. Unter den Schwellenländern bevorzugen wir derzeit weiterhin den chinesischen Aktienmarkt.

Die Weltbank hat ihre globale Wachstumsprognose für dieses Jahr von 3,2 Prozent auf 2,8 Prozent reduziert Aus unserer Sicht dürfte diese Prognose zu pessimistisch sein. Insbesondere die starke Abwärtsrevision für die USA, für die nur noch eine Wachstumsrate von 2,1 Prozent prognostiziert wird, ist unseres Erachtens übertrieben. Wir selbst gehen davon aus, dass es den USA nach dem schwachen Jahresauftakt in den kommenden Quartalen gelingen wird, die konjunkturelle Dynamik deutlich zu steigern, sodass auf Gesamtjahressicht mindestens mit einer Wachstumsrate von 2,5 Prozent zu rechnen ist.

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