Musterdepots
Aktien trotz Blasen-Gefahr

Steigende Kurse sind zwar eine Freude für viele Anleger, aber nicht unbedingt für Volkswirte. Sie befürchten die Bildung von Blasen und warnen vor der Börsen-Hausse. Unsere Autoren plädieren dennoch für Aktien.
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Die deutschen Wirtschaftsforscher weisen in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Frühjahrsgutachten auf die Risiken hin, die mit einer ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank einhergehen. Allgemein geben die Volkswirte zwar zu, dass das Anleihekaufprogramm der EZB ein effektives Instrument zur Bekämpfung der Deflationsgefahr darstellt, sie befürchten aber gleichzeitig, dass dies zu einer Blasenbildung an den Aktien- und Immobilienmärkten führen kann.

Die Sorge der Ökonomen ist natürlich berechtigt, denn die 60 Milliarden Euro, die monatlich in das Finanzsystem gepumpt werden, Überschussliquidität sind und über keine Produktivbasis verfügen. Nichtsdestotrotz plädieren wir nach wie vor für die Aktienanlage. Damit die Altersvorsorgelücke in Deutschland mehr oder weniger geschlossen werden kann, sollte jeder investieren.

Die guten Alternativen sind derzeit allerdings rar: Durch das Sparen wird man lange Jahre noch keine nennenswerten Renditen erzielen können. Im festverzinslichen Bereich kann man zwar immer noch interessante Wertpapiere finden, die werden aber immer seltener und sind im Durchschnitt relativ teuer im Vergleich zu Dividendenpapieren.

Immobilien in guten Lagen sind extrem teuer geworden und im Gegenzug zu Aktien mit erheblichen laufenden Kosten verbunden, die oft vernachlässigt werden. Darüber hinaus sind Immobilien von Ihrer Natur her ein illiquides Gut. Unserer Meinung nach verfügt aktuell aus langfristiger Altersvorsorge-Sicht kein anderes zugängliches Investment über ein besseres Chance-Risiko Verhältnis als die Beteiligung an Produktivkapital - Aktien.

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