Musterdepots
Alle Augen auf China

Wirtschaftsdaten aus China beschäftigen Daniel Hupfer in dieser Woche. Ein Zertifikate-Mix sorgt im ausgewogenen Depot für stabile Renditen. Und Alex Kovalenko zeigt, warum Value-Aktien besser sind als Wachstumstitel.
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Die Aktenmärkte in China kommen nach wie vor nicht von der Stelle. Hintergrund sind die zuletzt sehr gemischten Konjunkturdaten sowie immer wieder Berichte über vermeintliche Probleme im Banken- und Immobiliensektor. Darüber hinaus nehmen die Wachstumsraten weiterhin kontinuierlich ab. Die Zukunft der chinesischen Wirtschaft ist bereits seit vielen Jahren Gegenstand lebhafter und kontroverser Diskussionen.

Die Ursache dafür, dass China unter allen Schwellenländern eine herausragende Stellung einnimmt, dürfte nicht nur die schiere Größe des Landes sein, oder die Zahl der Chinesen, die im Jahr 2014 auf immerhin 1,36 Milliarden Menschen geschätzt wird. Es ist auch eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, die maßgeblich zur Faszination für China beiträgt.

Allerdings schwächelt die Konjunktur seit einiger Zeit und die zuletzt veröffentlichten Frühindikatoren zeigen derzeit keine Besserung. Im Portfolio haben wir mit dem iShares China-ETF auf eine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes gesetzt, nach dem es eine Zeit lang so aussah, als würde der konjunkturelle Boden gefunden zu sein. Zunächst halten wir am ETF fest und schauen uns die gemeldeten Daten weiterhin genau an.Zumal wir mit dem Rohstoffriesen Rio Tinto ein Unternehmen im Portfolio haben, welches 38 Prozent des Umsatzes in China generiert und damit eine hohe Abhängigkeit von der dortigen Wirtschaftsentwicklung aufweist.

Auch die Entwicklung der Rio Tinto–Aktien ließ zuletzt zu Wünschen übrig. Seit unserem Kauf ist die Aktie etwa 6,5 Prozent im Minus. Das Unternehmen hat aber in den vergangenen Jahren seine Hausaufgaben gemacht. Es wurden hohe Abschreibungen vorgenommen und die Kapazitäten angepasst. Die Bilanzqualität hat sich deutlich verbessert. Nach wie vor gehen wir davon aus, dass die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft weiter zunimmt, so dass auch die Nachfrage nach Rohstoffen steigen sollte. Allerdings wird Rio Tinto die hohe Abhängigkeit vom chinesischen Markt zunächst nicht wesentlich reduzieren können.

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