Musterdepots
Alternativlos hohe Dax-Kurse

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd erklärt, warum der Dax trotz Belastung stark bleibt.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Der Aktienkurs von Rheinmetall läuft und läuft. Erscheint ein Verkauf ratsam, um Gewinne zu realisieren? Wohl kaum, denn die Aktie steigt mit Ansage. Das Zuliefergeschäft für die Automobilindustrie entwickelt sich prächtig und die in etwa gleich große Rüstungssparte profitiert von Aufträgen aus vielen Staaten, die verabredungsgemäß ihre Rüstungsausgaben steigern – und künftig weiter steigern werden. Daran ist übrigens ausnahmsweise nicht US-Präsident Donald Trump Schuld. Die Zusagen machten die Europäer, einschließlich die CDU/SPD-Koalition in Deutschland, schon lange vorher.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Eine positive Deutsche Bank-Studie hat am Donnerstag für Rückenwind bei den RWE- und Eon-Titeln gesorgt. Die Eon-Aktie befindet sich in unserem Musterdepot und hat bisher eine erfreuliche Wertentwicklung verzeichnet. Wir sind ebenfalls der Meinung, dass die großen deutschen Versorger einen merklichen Fortschritt bei der operativen Entwicklung aufweisen können. Seit dem Zeitpunkt des Kaufs hat sich jedoch bei Eon die Eigenkapitalsituation verschlechtert, was wiederum eine negative Auswirkung auf das Kurs-Buchwert-Ratio hatte. Laut unseres Modells ist die Eon-Aktie dementsprechend derzeit nur eine „Halten“-Position.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Mit „Irma“ hält ein neuer Wirbelsturm Kurs auf Florida, der Euro-Dollar-Kurs notiert nach der EZB-Pressekonferenz über 1,20 – an Belastungsfaktoren mangelt es also nicht. Dennoch steigt der Dax auf über 12.300 Punkte. Grund für diese Stärke ist, dass es im Niedrigzinsumfeld keine Alternative zu Aktien gibt. Der Dax erscheint mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,05 in Relation zu anderen Anlageklassen günstig. Eine Bundesanleihe wird seit langer Zeit mit einem KGV von mehr als 250 bewertet.
Üblicherweise gilt in KGV um die zehn als günstig, alles über 20 als teuer. Mit dem hohen Aufschlag auf Bundesanleihen bezahlen Anleger allerdings etwas, das Aktien niemals bieten können: Sicherheit.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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