Musterdepots
Alternativlose Anlage Aktien

Deutsche und Aktien? Das wird nie was werden. Wie sich diese Binsenweisheit der Finanzbranche in der Realität schlägt, prüft Georgios Kokologiannis. Und auch Daniel Hupfer sieht in Sachen Aktien einige Luft nach oben.
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Die Finanzindustrie unterstellt den Bundesbürgern ja gerne, dass sie Aktien gegenüber große Vorbehalte hätten und daher grundsätzlich viel zu pessimistisch eingestellt seien. Entweder dieser Vorwurf ist Murks - oder aber die Ergebnisse einer neuen repräsentativen Anlegerumfrage.

Laut dem aktuellsten Schroders Global Investment Trends Report glaubt eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland daran, dass Dividendenpapiere in diesem Jahr alle anderen Anlageklassen schlagen werden – zumindest diejenigen, denen überhaupt ein nennenswerter Geldbetrag zum Investieren zur Verfügung steht.

Nach ihren Investmentabsichten für die kommenden 12 Monate befragt , geben 73 Prozent der  Teilnehmer mit einem Anlagevolumen von mindestens zehntausend Euro an, dass Aktien die besten Renditen liefern werden. Damit sind die Deutschen im internationalen Vergleich sogar überdurchschnittlich zuversichtlich eingestellt. Weltweit geben „nur“ 70 Prozent der Befragten auf Dow Jones &Co. zu setzen.

Wie auch immer man nun diese überraschenden Ergebnisse in Bezug auf die weitere Entwicklung an den Börsen interpretiert – Stichwort „Contrarian-Theorie“ (Wer soll jetzt noch kaufen, wenn ohnehin die meisten Optimisten entsprechend positioniert sind?). Eines ist unbestreitbar:  Das Dauerdozieren der Experten in den vergangenen Monaten und Jahren über die Alternativlosigkeit der Aktienanlage war nicht umsonst.

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