Musterdepots
„Auf europäische Banken verzichten“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer spekuliert auf günstigere Einstiegskurse noch in diesem Sommer oder Herbst.
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Ulf Sommer, Handelsblatt

Danke für die vielen Zuschriften auf meine Frage am Donnerstag: „Wohin mit dem Geld nach acht Jahren Börsenaufschwung?“ Eine Leserin hebt zwei gegenwärtige Risiken hervor: Donald Trump und seine Unberechenbarkeit sowie die Rekordstände vieler Börsenindizes. Deshalb hat die Anlegerin ihren Investitionsgrad auf 50 Prozent heruntergefahren. Das entspricht auch meinem Stil: Die Kursgewinne weiterlaufen lassen, gleichzeitig aber rund die Hälfte des Gesamtkapitals in Cash bereithalten – und auf günstigere Einstiegskurse noch in diesem Sommer oder Herbst spekulieren.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Das Thema „Bankenkrise in Italien“ ist in den Hintergrund geraten. Dabei bleibt die Lage vieler Finanzinstitute prekär. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sprechen italienische Großbanken und die Regierung intensiv über die Rettung von zwei notleidenden Instituten Popolare di Vicenza und Veneto Banca. Man befürchte, dass die europäische Bankenaufsicht hier drastische Maßnahmen unternehmen könnte. Bei unserem Aktienkernportfolio verzichten wir auf europäische Banken und halten mit dem schweizerischen Versicherer Bâloise nur einen Vertreter der Finanzbranche im Portfolio.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Unser Depotziel ist es, in nachhaltige Anlagen zu investieren und dabei einen langfristigen, kontinuierlichen Vermögenszuwachs zu erreichen. Neben Anleihen und dem nachhaltigen Wandelanleihen-Fonds des Hauses Salm-Salm halten wir die Aktien Airbus, Allianz, Apple, Cisco Systems, Infineon, Roche, Statoil und Valeo. Alle Titel weisen eine hohe Nachhaltigkeitsbewertung (Gesamt-ESG-Wert durchschnittlich 90,24 Punkte) sowie eine gute Dividendenrendite (durchschnittlich 2,89 Prozent) auf. Diese Aktien stiegen in diesem Jahr durchschnittlich um 9,81 Prozent.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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