Musterdepots
Aufholjagd in Österreich

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer freut sich über die positiven Nachrichten beim Depotwert Siemens.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Positive Nachrichten gibt es heute beim Depotwert Siemens. Paris macht den Weg frei für den Einstieg des Dax-Konzerns beim Konkurrenten Alstom. So hat die französische Staatsholding APE das 20-prozentige Alstom-Aktienpaket an den Mischkonzern Bouygues zurückgegeben. Das hatte sie sich im Jahr 2014 vom Großaktionär geliehen. Am Dienstag war die Option der Regierung ausgelaufen, die Alstom-Aktien von Bouygues zu kaufen. Im Zuge der Transaktion bringt Siemens seine Bahnsparte bei Alstom ein und wird dafür künftig die Mehrheit an dem neuen Branchenriesen halten.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Kleine Rückblende: In unseren Depotkommentaren aus dem Jahr 2015 waren wir stets der Meinung, dass der österreichische Aktienmarkt trotz der damaligen schlechten Stimmung und der schwachen Kursentwicklung ein erhebliches Potenzial für die nächsten Jahre biete. Der Grund dafür war eine im Durchschnitt deutliche Unterbewertung der Aktien aus der Alpenrepublik. Nun fühlen wir uns bestätigt: Seit Ende 2015 hat der dortige Aktienmarkt fast 50 Prozent zugelegt und die breiten europäischen sowie deutschen Indizes merklich geschlagen. Wir sind mit OMV und Voestalpine investiert.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Trotz der technisch stark überkauften Situation an den deutschen Aktienbörsen bleiben Gewinnmitnahmen die Ausnahme – mangels Anlagealternativen etabliert sich der Dax auf einem Niveau von über 13.000 Punkten. Im Fahrwasser der sehr guten Voraussetzungen für Investments in Aktien notieren Allianz aus unserem Musterdepot mit 196,15 Euro knapp unterhalb des 15-Jahres-Hochs. Seit unserem Kauf im Februar ist die Aktie des Versicherungskonzerns um knapp 20 Prozent gestiegen. Zudem schüttete das Unternehmen eine Dividende in Höhe von 7,60 Euro aus.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben

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