Musterdepots
„Bankaktien schließen wir aus“

Eigentlich stehen sie bei Fondsmanagern hoch im Kurs: Aktien von Technologieunternehmen und Banken. Doch vor allem letztere kommen für unseren Autor Alexander Kovalenko nicht in Frage. Warum das so ist, lesen Sie hier.
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Die aktuelle Umfrage von Bank of America Merrill Lynch unter den Fondsmanagern zeigt sehr interessante Ergebnisse. Wenn man sich die Branchenpopularität anschaut, stellt man fest, dass die Banken, die Technologiewerte sowie die Immobilieninvestitionen stark bevorzugt sind. Auf der anderen Seite findet man die Energie- und Rohstofftitel sowie die Versorger, die aktuell von den Anlagenprofis überwiegend gemieden werden. Was bedeutet dies für unser Musterdepot?

Die Bankenaktien werden generell von unserem Anlageuniversum ausgeschlossen, da wir die Bilanzen der Finanzinstitute mit Ausnahme von Versicherern als intransparent und schlecht analysierbar ansehen. Wir halten auch keine Technologiewerte, welche in der Regel einfach zu teuer sind und von unserem bewertungsorientierten Filter aussortiert werden. Dagegen befinden sich im Aktienkernportfolio zwei Vertreter der Öl- und Gasbranche, zwei Versorger sowie jeweils ein Minenbetreiber und ein Stahlkonzern.

Daneben sind wir in der Automobilbranche, dem Telekom- bzw. Unterhaltungssektor, dem Konsumgüterbereich, der Bau- und der Versicherungsbranche investiert. Unter der Berücksichtigung der signifikanten Präsenz der unbeliebten Sektoren mag dies verrückt klingen, wir sind aber mit unserer Portfolioaufstellung zufrieden. Unseres Erachtens bergen gerade antizyklische Investments ein erhebliches Outperformance-Potential. Solange die bereits aufgelaufenen bzw. potentiellen Verluste aus dem Rohstoffsektor durch die gute Entwicklung der anderen Investments überkompensiert werden können, werden wir auch auf dieses antizyklische Potential nicht verzichten.             

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