Musterdepots „Bankbilanzen sind allgemein undurchsichtig“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Alexander Kovalenko hat nur einen Konzern aus der Finanzbranche im Portfolio.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Depotcheck 9: Der Konzernumbau verleiht Siemens Gewinn- und Kursfantasie. Deshalb kauften wir die Aktie. Ausgliederungen und Börsengänge wie die der Verkehrs- und Medizintechnik sollen Mehrwert schaffen und aus dem Mischkonzern einen fokussierten Industriekonzern entstehen lassen. Bislang geht die Spekulation nicht auf, die Aktie enttäuscht. Einzig die starke Dividende und die daraus errechnete Rendite von 3,2 Prozent überzeugt. Wir verfolgen die Entscheidungen in der Konzernspitze aufmerksam, doch unsere Geduld ist endlich. Die Aktie ist ein Wackelkandidat in unserem Depot.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die vergangenen Jahre waren nicht einfach für die europäischen Finanzinstitute. Mit dem schweizerischen Versicherer Baloise haben wir nur einen Konzern aus der Finanzbranche im Portfolio. Bankaktien hatten wir von Beginn an aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Diese Entscheidung hängt nicht mit den aktuellen Problemen der Finanzinstitute zusammen, sondern mit der allgemeinen Undurchsichtigkeit der Bankbilanzen. Zusätzlich wird ihre Profitabilität unseres Erachtens so lange unter Druck bleiben, bis das Niedrigzinsumfeld endgültig der Vergangenheit angehört.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Unser Anlageziel im Privatbank-Depot besteht darin, in nachhaltige Anlagen zu investieren und dabei einen langfristigen, kontinuierlichen Vermögenszuwachs zu erzielen. Neben Anleihen, einer Position in Gold und Aktienfonds halten wir unter anderem auch Papiere von Allianz, Apple, BMW, Cisco Systems, Deutscher Post, Infineon und Roche. Alle Aktien weisen eine hohe Nachhaltigkeitsbewertung sowie eine gute Dividendenrendite von durchschnittlich 3,17 Prozent auf. Auf Jahressicht sind wir mit einer Wertsteigerung von über zehn Prozent sehr zufrieden. 

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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