Musterdepots
Bei Apple könnten höhere Dividenden locken

Die Sorge um die chinesische Konjunktur schockt die Manager der Handelsblatt-Musterdepots nicht. Sie sehen sich eher als Optimisten, was den Gesamtmarkt angeht – aber auch einen Einzelwert wie Apple.

DüsseldorfWas für ein Desaster bei den Versorgertiteln. Diesmal erwischte es Eon. Gut 7,6 Prozent verlor die Aktien und fiel auf den tiefsten Stand seit vielen Jahren. Der Grund: Der Versorger kündigte an, dass seine Kernkraftwerke in Deutschland nicht wie geplant in die neue Gesellschaft Uniper gehen. Eon reagiert damit auf Pläne für eine Änderung des Haftungsgesetzes. Die Bundesregierung will verhindern, dass Eon im Fall einer Abspaltung der Atomkraftwerke in eine neue Gesellschaft nur noch fünf Jahre für zusätzliche Kosten haften muss. Eon-Papiere haben seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Versorgertitel galten einst als Anker im Depot. Konstante, krisenfeste Einnahmen aus dem Strom- und Gasgeschäft sorgten für geringe Volatilität und gute Dividenden. Das gilt längst nicht mehr. Was das Beispiel zeigt: Wer nur wenige Einzeltitel im Depot hat, kann böse Überraschungen erleben. Volatilität gleichen nicht nur „Blue Chips“ aus, sondern vor allem eine breite Streuung.

Was das Beispiel auch noch zeigt: Unternehmen verändern sich mit den Jahren. Solche Veränderungen können fundamental sein. Wer sein Depot nicht regelmäßig überprüft und umstellt, geht ein Risiko ein. Trotz solcher Turbulenzen bei Einzelaktien stelle ich mein Depot nicht um. Eon spielt darin keine große Rolle.

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Bei Apple könnten höhere Dividenden locken

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Im Lager der Optimisten

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Apple nicht richtig bepreist

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