Musterdepots
Bis zum Sankt Nimmerleinstag

Die US-Notenbank will noch in diesem Jahr den Leitzins erhöhen. Oder doch nicht? Experten prognostizieren den Eingriff erst für 2016. Auch unser Musterdepots-Experte Georgis Kokologiannis hat Zweifel an der Fed-Strategie.
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Wann leitet die US-Notenbank Fed die immer wieder hinausgezögerte Leitzinswende tatsächlich ein? Nachdem sich beim Unsicherheitsfaktor Griechenland eine  – zumindest vorübergehende – Lösung abzeichnet, verlagert sich der Fokus der Anleger wieder zurück auf die Geldpolitik – dem seit mindestens sieben Jahren bedeutendsten Taktgeber an den Anlagemärkten.

Zwar hat Fed-Chefin Janet Yellen vor kurzem gesagt, sie erwarte, dass es zu „irgendeinem Zeitpunkt im weiteren Jahresverlauf“ angemessen sein werde, den ersten Schritt zu gehen. Und am Devisenmarkt setzen Anleger entsprechend auf eine fortgesetzte Aufwertung des US-Dollars.

Doch am Rentenmarkt, wo man das Gras oft besser wachsen hört, traut man Yellens Worten offensichtlich weit weniger: Ein spezieller Index von Morgan Stanley, der auf dem Handel von Terminkontrakten basiert, deutet darauf hin, dass die Fed nicht vor Anfang 2016 tätig werden wird. Die Fed hält ihren Leitzins bereits seit Dezember 2008 bei null bis 0,25 Prozent.

Immer noch scheint es am Rentenmarkt enorme Zweifel daran zu geben, dass die US-Wirtschaft ohne Stützräder auf Kurs bleiben wird. Nicht wenige Kritiker der ultralaxen Geldpolitik fürchten, dass die Leizinswende beim nächsten Schnupfen der US-Konjunktur auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden könnte.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

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