Musterdepots
China kommt im Depot an

Das schwache Wachstum auf Chinas Automarkt wirkt nun auch auf Daniel Hupfers Depot aus. Er wagt einen Ausblick. Nicht geschadet hat die China-Schwäche Voestalpine im Depot von Alexander Kovalenko.
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Die Aktien des französischen Automobilzulieferers Valeo sind in den vergangenen Wochen an der Börse weit durchgereicht worden. So verlor der Wert seit dem Hoch Ende Mai über 20 Prozent an Wert.Unternehmensnachrichten, die eine solche Aktienkursentwicklung rechtfertigen, wurden in dieser Zeit nicht veröffentlicht. Wir führen die Preisabschläge auf das in den vergangenen Wochen deutlich schlechter gewordenen Sentiment hinsichtlich der Automobilbranche zurück.

Hintergrund hierfür ist die schwache Wachstumsdynamik der chinesischen Volkswirtschaft und das zuletzt abgenommene Wachstum der Zulassungszahlen in China. Vergangene Woche bestätigte Valeo mit der Veröffentlichung der Zahlen des zweiten Quartals den Trend der vergangenen Quartale. Umsätze und Gewinne konnten weiter gesteigert werden und der Auftragseingang legte auf einen Rekordstand von 10,7 Milliarden Euro zu. Die Prognose für das Gesamtjahr 2015 wurde angehoben. Wir bleiben daher positioniert und halten die aktuelle Kursschwäche für eine Kaufgelegenheit.

Auch die Aktien der deutschen Automobilbauer mussten in den letzten Wochen kräftig Federn lassen. Vor dem Hintergrund von Rekordabsatzzahlen, fallenden Rohstoffpreisen und einem schwachen Euro-Wechselkurs ist dies eigentlich verwunderlich. Allerdings hat die Abhängigkeit der Gewinndynamik vom chinesischen Automobilmarkt in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Schwächere Zulassungszahlen in China führten bei vielen Anlegern daher zuletzt zu Gewinnmitnahmen. Aufgrund der soliden Entwicklung der europäischen und der US-Konjunktur, dem Rückenwind über Rohstoffpreise und Währungsgewinne sowie nicht zuletzt aufgrund der relativ günstigen Bewertung des Automobilsektors halten wir die Kursrückgänge für übertrieben.

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