Musterdepots
Das Ende der US-Hausse?

Unsere Autoren schauen heute auf die US-Märkte. Zuletzt wurden die Anleger von schwachen Konjunkurdaten enttäuscht. Auch die wichtigsten Indizes treten seit einigen Wochen auf der Stelle. Ist die US-Rally bald vorbei?
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Seit dem Kauf meiner Reverse-Bonuszertifikate auf den S&P 500 (WKN: VZ7D7C ) im November vergangenen Jahres entwickeln sich die Aktienkurse an der Wall Street unter dem Strich nur seitwärts – und damit so wie erwartet. Davon profitieren die speziellen Anlagezertifikate: Sie legen dann an Wert zu, wenn der US-Leitindex entweder auf der Stelle tritt – oder sogar den Rückwärtsgang einlegt.

In das Musterportfolio aufgenommen wurden die Produkte, weil ich angesichts der näher rückenden Leitzinswende in den USA mit einem allmählichen Auslaufen der seit mehr als sechs Jahren andauernden Börsenhausse rechne. Gleichzeitig habe ich mit dieser Depotposition auf die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro gesetzt: Da die Zertifikate nicht währungsgesichert sind, münzen sie Wechselkursgewinne des Greenbacks in zusätzliche Depotrendite um.

Inzwischen denken auch professionelle Portfoliomanager um beim Thema US-Aktien: Aus Angst vor steigenden Zinsen fahren die Anlageprofis ihre Investitionen an der Wall Street zurück. Das zeigt eine aktuelle Fondsmanagerumfrage der Bank of America Merrill Lynch. Im zweiten Quartal dieses Jahres haben von weltweit 207 befragten Portfoliomanagern, die insgesamt 565 Milliarden US-Dollar verwalten, netto knapp ein Fünftel den Bestand an US-Aktien in ihren Portfolios untergewichtet. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2008.

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