Musterdepots
Das Haar in der Suppe

Infineon präsentierte ein tolles Quartal und geriet zeitweise dennoch unter Kursdruck. Musterdepot-Autor Daniel Hupfer geht der Sache auf den Grund. Zudem nimmt er die jüngsten Arbeitslosenzahlen genauer ins Visier.
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Die Berichtssaison ist in vollem Gange. Vergangene Woche hat Infineon über das vergangene Quartal berichtet und konnte die Erwartungen der Analysten im Wesentlichen erfüllen. Der Umsatz wuchs zum Vorquartal um sieben Prozent auf 1,59 Milliarden Euro und der Gewinn konnte auf 109 Millionen Euro gesteigert werden. Besonders wurde die Margenerhöhung von 13,4 Prozent auf 15,4 Prozent herausgestellt. Zudem wurden die Erwartungen für das Gesamtjahr 2015 bestätigt.

Das Haar in der Suppe ist dann für das kommende Quartal zu finden. Hier erwartet das Unternehmen einen unveränderten Umsatz. In der Historie war dieses Quartal aber ein „Wachstumsquartal“ und somit wurden die Zahlen bei Börseneröffnung genutzt um den Titel zu verkaufen. Allerdings drehte die Stimmung zügig und die Aktien von Infineon gehörten zu den Gewinnern im Dax.

Wir haben den Titel seinerzeit sehr preisgünstig erworben, sodass wir einen Gewinn von mehr als 40 Prozent verzeichnen können. Charttechnisch ist die Aktie allerdings angeschlagen und befindet sich in einem Abwärtstrend. Wir erwarten, dass Infineon von den Zahlen letztlich profitieren wird und sich der Kurs in den kommenden Wochen stabilisiert.

Die heutigen Zahlen zur Arbeitslosigkeit könnten auf den ersten Blick als kleine Enttäuschung aufgenommen werden. Die Umfragen deuteten auf einen weiteren leichten Rückgang der Arbeitslosen (5.000 Personen) hin, die nun veröffentlichten Zahlen weisen aber einen Anstieg um 9.000 Personen aus. Die Arbeitslosenquote bleibt jedoch unverändert bei 6,4 Prozent. Aus unserer Sicht bleibt die Situation am Arbeitsmarkt daher weiter entspannt und die heutigen Daten haben keinen Einfluss auf das Marktgeschehen.

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