Musterdepots Daten aus China belasten Goldmarkt

Die enttäuschende Exportzahlen aus China belasten nicht nur die globalen Aktienmärkte, sondern auch den Goldmarkt. Georgios Kokologiannis sieht hier nun noch weniger Potenzial für steigende Notierungen als bisher.
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Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Die überraschend schwachen Exportzahlen aus China sind nicht nur für die Aktienmärkte eine weitere Belastungsprobe, sondern auch für Gold. Galt doch bisher die starke Nachfrage aus dem Reich der Mitte als eine der letzten verbliebenen Stützen für den Preis des Edelmetalls. Doch mit den am Wochenende gemeldeten schwachen Wirtschaftsdaten könnte selbst der Appetit der Chinesen auf Gold einen Dämpfer erhalten.

So sehr das Edelmetall als Bestandteil langfristig orientierter Portfolios auch empfohlen wird: Kurzfristig sehe ich nun noch weniger Potenzial für steigende Notierungen als bisher. Aktuell kostet eine Feinunze rund 1330 US-Dollar. Frühestens bei rund 1 100 Dollar würde ich zugegriffen. Glaubt man Experten, sollte eine langfristige Preisuntergrenze auf diesem Niveau liegen - so viel koste allein die Förderung im Schnitt. Tiefere Notierungen seien nur vorübergehend denkbar, da Goldminen dann ihre Produktion einstellen würden.

Einen Preis nur knapp oberhalb dieser Marke prognostizieren jetzt auch die Analysten von Morgan Stanley für die kommenden Monate: Demnach werde die Notierung für Gold im laufenden Jahr im Schnitt auf 1160 Dollar fallen – das wären rund 13 Prozent weniger als derzeit. Auch 2015 werde sich der Preis im Anschluss nicht mehr erholen und dann im Schnitt bei 1138 Dollar liegen.

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