Musterdepots
Dax 2016? Kaum Potenzial, wachsendes Risiko

Magere Gewinne – dafür aber wachsende Abwärtsrisiken. Das ist die Essenz von immer mehr Aktienmarktprognosen für das Jahr 2016.Wie das Handelsblatt-Musterdepot für die Zeit nach der Jahresendrally gewappnet ist.

Kaum noch Renditepotenzial – dafür aber wachsende Abwärtsrisiken. Davon gehen immer mehr Aktienmarktprognosen für das Jahr 2016 aus, die in diesen Tagen von den Banken veröffentlicht werden.

Größere Kursgewinne seien an den Börsen im kommenden Jahr nicht zu erwarten, hieß es etwa am Mittwoch bei der Deutschen Bank in Frankfurt.

Da die Unternehmensgewinne voraussichtlich nur im einstelligen Prozentbereich wüchsen, sehe man den Dax bis Jahresende bei 11.700 Punkten -  das wäre ein Miniplus von nur drei Prozent bezogen auf den aktuelles Stand des deutschen Leitindexes.

Zwar sei nicht auszuschließen, dass  vorübergehend sogar das bisherige Allzeithoch bei knapp 12.400 Punkte getestet werde – doch es müsse wegen der wirtschaftlichen und politischen Risiken  stets mit Kursverlusten wie im dritten Quartal dieses Jahres gerechnet werden. Damals brachen Dax und Euro Stoxx in kürzester Zeit um über ein Zehntel ein.

Anfang der Woche hatten bereits die Strategen der DZ Bank vor steigenden Risiken an den Börsen gewarnt. Nur die niedrigen Zinsen und Ölpreise verhinderten demnach momentan einen Crash.

Ich teile diese kritischen Einschätzungen schon seit längerem und habe das Handelsblatt-Portfolio frühzeitig so aufgestellt, dass es von einer möglichen Jahresendrally stark profitieren würde – danach die Investitionsquote aber automatisch massiv zurückgefahren wird.

Knapp ein Drittel des Kapitals ist in Sprintzertifikaten investiert, die Kursgewinne des Euro Stoxx 50 bis Mitte Dezember überproportional in Depotrendite ummünzen – im Anschluss aber auslaufen und zurückgezahlt werden (WKN: CC9G88).

Die Funktionsweise im Detail: Diese speziellen Hebelpapiere verdoppeln einen möglichen Wertzuwachs des Euroland-Leitindexes zwischen 3350 und 3650 Punkten. Der Clou: Sinkt das Börsenbarometer bis zum Bewertungstag am 18. Dezember dieses Jahres unter den festgelegten „Sprintbereich“, dann werden die Zertifikate nicht doppelt an den Verlusten beteiligt.

Im Gegenzug für die überproportionalen Gewinnchancen innerhalb der Sprintspanne ist der maximale Ertrag begrenzt: Von einem Anstieg des Euro Stoxx 50 über 3650 Zähler hinaus, profitieren die Papiere dann nicht mehr.

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