Musterdepots
Griechenland wird Börsen nicht dauerhaft im Bann halten

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Defensive Depotposition nach jüngsten Kursverlusten

Nach den jüngsten Kurverlusten an den Börsen weltweit verringere ich meinen Bargeldbestand etwas und investiere in eine neue defensive Depotposition: Ich kaufe Discountzertifikate auf den S&P 500, die einen um rund fünf Prozent rabattierten Einstieg in den US-Aktienmarkt ermöglichen (WKN: XM0PRG). Gleichzeitig erzielen diese Produkte auch dann eine Rendite von umgerechnet mehr als sechs Prozent per annum, wenn der Wall-Street-Index bis März kommenden Jahres nur noch auf der Stelle tritt.

Dieser Ertrag liegt genau in dem für das Musterdepot festgelegten Renditekorridor von sechs bis acht Prozent Ertrag pro Jahr. Ganz bewusst wurde eine Discounter-Variante ohne Währungsabsicherung gewählt. Eine Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar wird dadurch eins zu eins in zusätzliche Rendite für das Portfolio umgemünzt. Bei gleich bleibendem Wechselkursverhältnis können diese Papiere nur dann zu Verlustbringern werden, wenn der S&P 500-Aktienindex zum Laufzeitende unterhalb von etwa 1950 Punkten notiert. Die maximal erreichbare Rendite ohne zusätzliche Wechselkursgewinne liegt bei knapp zehn Prozent per annum.

Ohne spezielle Anlagevehikel wie beispielsweise dieses Zertifikat dürfte es in den kommenden Monaten sehr schwierig werden interessante Erträge am US-Aktienmarkt zu generieren: Sollte die amerikanische Notenbank Fed die Leitzinswende bis Ende des Jahres einleiten, dann erwarte ich einen Rücksetzer an der Börse. Diese Verluste werden durch den rabattierten Einstieg abgefedert. Die Rendite liefert in diesem Szenario die Dollar-Aufwertung. Verzögert sich die weitere Straffung der Geldpolitik erneut, dann wird die Währungskomponente meiner Investition zwar ins Minus rutschen – der Dollar wird abwerten. Überkompensiert wird das dann aber vom Aufatmen am Aktienmarkt.

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