Musterdepots
Den Bullen gehen die Argumente aus

Die Talfahrt des Euro und der Rendite für zehnjährige Bundesanleihen diente vielen Optimisten als Grund dazu, die Aktienrally weiter zu befeuern. Doch nun erholen sich beide und die Argumente werden hinfällig.
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Mehr als eintausend Punkte hat der Dax seit seinem Allzeithoch bei 12.390 Zählern vor rund einem Monat verloren. Wie tief wird der Leitindex noch einbrechen? Zur Orientierung eignet sich ein Blick auf die Ölpreise, den Euro sowie die Rendite der Bundesanleihen.

Deren jeweilige Talfahrt diente den Bullen als maßgebliches Argument für die irrwitzige Rally am deutschen Aktienmarkt. Doch inzwischen kehrt sich die Entwicklung um: Der Euro ist längst zurückgeklettert auf das Niveau vom Jahresanfang – als der Dax um die 10000er-Marke kämpfte. Der Preis für Nordsee-Öl und die Rendite zehnjähriger Bundesbonds befinden sich mittlerweile sogar wieder auf ihrem Stand vom November. Kein gutes Omen: Der Dax notierte damals nur vierstellig...

Was sich Anleger ebenfalls in Erinnerungen rufen sollten: Es ist keine sechs Monate her, da gaben knapp drei Dutzend Bank-Analysten in ihrer Jahresprognose im Schnitt noch an, dass der Aktienindex bis Ende Dezember vorübergehend sogar bis auf 8680 Punkte einbrechen dürfte.

Selbst solch ein Extremszenario würde das Musterdepot praktisch schadlos überstehen. Dafür habe ich durch den Einsatz spezieller Derivate gesorgt, die auch in Abwärtsphasen an den Börsen für Rendite im Portfolio sorgen. Dazu zählen meine Reverse-Bonuszertifikate. Zum Beispiel eine Variante, die sich auf den Dax bezieht (WKN: XM07NV): Diese Anlageprodukte erzielen einen Ertrag von rund zwölf Prozent, wenn der deutsche Leitindex bis Mitte Dezember unterm Strich nur noch seitwärts läuft - oder sogar einbrechen sollte.

Während der Laufzeit entwickeln sich die Reverse-Zertifikate tendenziell entgegengesetzt zum Börsenbarometer. Zu dauerhaften Verlustbringern können die Zertifikate nur werden, wenn der Dax auf die Marke von 12.800 Punkten hochschießt und damit den Bonusmechanismus der Zertifikate zerstört.

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  • Kommentar zum vergnüglichen Wochenende:

    Inzwischen gibt es soviel vagabundierende Liquidität in der Finanzwelt, daß man damit zum beinahe Nulltarif alles nur mögliche anstellen kann, um zu manipulieren. Die Politik hilft dabei kräftig mit mit manipulierten Statistiken und gesteuerten Impulsen an die Presse (sic, liebes HB!).

    Börsenindizes: manipulierbar. Auszunehmen sind Dow Jones und €/$. Da ist das echte Volumen doch zu groß. Es sind aber Indikatoren dafür, was hinter den Kulissen abläuft.

    Rohstoffe: Edelmetalle manipuliert, Energie (Öl, Gas) ebenso, wobei Geopolitik mitspielt.

    Arbeitsmarktdaten, Wachstumsraten, Inflation: manipuliert.

    Schulden: manipuliert, die Staaten kehren das meiste unter den Teppich. Der Westen mehr. Das sichtbare ist bereits schlimm genug.

    Ich weiß nur eines: für eine Unze Gold konnte man vor 2000 Jahren eine Senatorentoga kaufen, heute einen Maßanzug. Oder vor 2000 Jahren seinen Haushalt einen Monat über Wasser halten, heute genauso.

    Und dabei ist die Goldförderung längst over peak. Die Nachfrager - die Weltbevölkerung - jedoch noch längst nicht. Seit meiner Geburt hat sie sich verdreifacht! Grund genug, Platzangst zu bekommen!

    Wer sein Schäflein noch nicht auf dem trockenen hat, wird sich wundern.


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