Musterdepots
Der Kampf gegen die Volatilität

Die täglichen Kursschwankungen beim Dax werden größer. Spannende Zeiten für die Musterdepots. Während Georgios Kokologiannis sich mit Zertifikaten absichert, setzt Daniel Hupfer unter anderem auf Infineon.
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Der unerwartet heftige Börseneinbruch der vergangenen Wochen hat auch im Handelsblatt-Depot seine Spuren hinterlassen. Doch das Portfolio entwickelt sich weiterhin deutlich stabiler als der Gesamtmarkt. Dazu tragen vor allem meine Reverse-Bonuszertifikate bei. Während der Laufzeit entwickeln sich diese speziellen Anlageinstrumente tendenziell entgegengesetzt zu den Aktienmärkten – selbst gegen einen „richtigen“ Crash sind sie immun. Zuletzt hatte ich Anfang September eine Position an Reverse-Papieren aufgebaut, die sich auf den Dax beziehen (WKN: GT8MTD). Seitdem ist der deutsche Leitindex um über eintausend Punkte abgestürzt – die Zertifikate legten im Gegenzug rund sechs Prozent an Wert zu.

Mit dem Kauf dieser Produkte hatte ich damals bei einem Dax-Stand von etwa 9800 Zählern darauf gesetzt, dass die Hausse am Aktienmarkt an ihre Grenze gestoßen war und eine Korrektur drohte. Die Zertifikate sollten einen Teil der möglichen Verluste der anderen Depotpositionen kompensieren.

„Sollten die Aktienmärkte ihre jüngste Erholungsrally fortsetzen, werde ich die Reverse-Zertifikate schubweise aufstocken: Etwa wenn der Dax im Zuge einer erneuten Übertreibungsphase in Richtung seines Allzeithochs bei mehr als 10.000 Zählern springt“. Das hatte ich damals an dieser Stelle geschrieben. Dazu sollte es aber nicht mehr kommen. Die Aktienindizes in Europa legten endgültig den Rückwärtsgang ein und brachen zeitweise auf das tiefsten Stand ein seit mehr als 13 Monaten. Das Musterdepot befindet sich dagegen noch immer oberhalb seines Renditeniveaus vom Frühsommer dieses Jahres.

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