Musterdepots
Der Kursverlust als Chance

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Handelsblatt-Stratege Ulf Sommer kann den jüngsten Kursverlusten durchaus Gutes abgewinnen.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Die Korrektur an den Börsen ist da. Noch ist es eine Mini-Korrektur, doch die Kursverluste setzen sich fort, ohne dass es dafür wirklich harte Nachrichten gibt. Mit unserem immer noch recht hohen Bargeldbestand von rund 40 Prozent des Gesamtkapitals schmerzen die niedrigeren Kurse keineswegs. Sie eröffnen die Chance, preiswerter zukaufen zu können. Unter Beobachtung steht der gesamte Dax, dessen Aktien – gemessen an den üppigen Unternehmensgewinnen – niedriger bewertet sind als die Indizes in den USA, weiten Teilen Asiens und Europas. Doch noch ist es für Zukäufe zu früh.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser „Social-Trading“ Musterdepot ist eine Kombination aus dem Aktienkernportfolio mit aktuell 15 Einzeltiteln und einigen ausgewählten Wikifolio-Zertifikaten. Die Einzeltitelauswahl basiert auf einem Value-geprägten Investmentprozess des Kaufs von unterbewerteten Unternehmen mit einem guten Geschäftsmodell. Bei der Selektion der Wikifolios sind die Strategien der jeweiligen Manager entscheidend. Dadurch wird Diversifikation auf der Strategieebene erreicht. Unsere Anlagestrategie ist langfristig ausgerichtet und transaktionsarm – mit einer in der Regel hohen Investitionsquote.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

An diesem Dienstag veröffentlicht Infineon seine Jahresbilanz. Deutschlands größter Chiphersteller profitiert im Bereich Automotive vom gestiegenen Bedarf an Leistungshalbleitern für die Sensortechnik mit dem Ziel des autonomen Fahrens. Wir sehen weiteres Potenzial bei der voranschreitenden Digitalisierung der Wirtschaftsprozesse. Derzeit notieren Infineon-Aktien bei 23,50 Euro und damit nur knapp unterhalb eines 16-Jahres-Hochs. In unserem Musterdepot sind sie damit die Anteilsscheine mit der prozentual höchsten Wertentwicklung – allein 2017 gab es einen Anstieg von 42,6 Prozent.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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