Musterdepots
Der standhafte Verbraucher

Während die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abrutschen könnte, hat sich die Kauflaune der Konsumenten zuletzt überraschend verbessert. Der Export schwächelt. Alexander Kovalenko setzt nun auf die Dynamik aus dem Inneren.
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Die deutschen Verbraucher befinden sich zum ersten Mal seit Juli wieder in besserer Kauflaune. Das Konsumbarometer, das vom Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK berechnet wird, ist überraschend gestiegen. Die deutschen Bürger sehen ihre Finanzlage wieder positiver und sind bereit höhere Ausgaben zu machen, wie zum Beispiel für Möbel. Die Konjunkturängste haben dagegen nicht zugenommen.

Die Konsumenten profitieren von der günstigen Situation auf dem Arbeitsmarkt und scheinen sich an die letzten geopolitischen Ereignisse, wie zum Beispiel der Ukraine-Konflikt oder Unruhen im Nahen Osten, „gewöhnt“ zu haben.

Die gestiegene Zuversicht der Verbraucher kommt zum richtigen Zeitpunkt und ist ein wichtiger Unterstützungsfaktor für das BIP-Wachstum. Das Exportgeschäft leidet unter der Konjunkturflaute in der restlichen Euro-Zone sowie unter den Russland-Sanktionen.

Der robuste Binnenkonsum könnte dagegen zu einer tragenden Säule für die deutsche Konjunktur werden. Es gibt natürlich eine Reihe von Faktoren, wodurch die Bürger verunsichert werden können. Neben oben genannten geopolitischen und militärischen Konflikten besteht zum Beispiel die Gefahr, dass sich die Ebola-Epidemie auch in Europa ausbreiten könnte. Entscheidend ist es aber, dass der Arbeitsmarkt stabil bleibt und die  Verbraucher dadurch keine Einkommenseinbußen hinnehmen müssen.

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