Musterdepots
Derzeit keine Investments in der Türkei

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Nach dem Referendum in der Türkei rät Sönke Niefünd derzeit von Investments dort ab.
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Ulf Sommer, Handelsblatt

Donald Trump bekennt sich zur Nato, das ist gut. Doch der US-Präsident wird die Europäer an ihre selbst eingegangenen Verpflichtungen erinnern, jährlich zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Rüstung auszugeben. Deutschland liegt bei 1,2 Prozent, ist also von dem Ziel weit entfernt, erhöht aber bereits seine Wehrausgaben. Viele Staaten rüsten angesichts der weltweiten Spannungen auf. Profiteur ist Rheinmetall. Die Auftragsbücher des Industriekonzerns sind prall gefüllt. Die Aktie notiert nahe ihres Allzeithochs. Wir folgen dem Trend und kaufen 35 Anteilsscheine nach.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der Portfoliomanager des „SR wisdom capital spekulativ“-wikifolios Sebastian Reese hat einen Kommentar mit seiner Marktlageeinschätzung verfasst. Unter anderem weist er darauf hin, dass sich der VDAX Index, welcher die Volatilitätserwartungen am deutschen Aktienmarkt abbildet, in den letzten vier Wochen nahezu verdoppelt hat. Außerdem sei der steigende Goldpreis für Herrn Reese ein weiteres Zeichen für die Unsicherheit der Marktteilnehmer. Dementsprechend agiert Herr Reese momentan sehr vorsichtig und hält einen hohen Cashbestand. Zur Erinnerung: wir haben keinen Einfluss auf das Portfoliomanagement bei jeweiligen wikifolios und sind ausschließlich für die Auswahl der Strategien zuständig.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Nach der viertägigen österlichen Handelspause wird nun der Ausgang des türkischen Referendums im Fokus stehen. Das "Ja" beim Referendum dürfte kurzfristig für positive Reaktionen an den Märkten sorgen. Insbesondere kann es eine kurze Erleichterungsrally bei türkischen Aktien und der Lira geben. Anleger die gierig auf Rendite sind, könnten von den kurzfristigen Kursschwankungen profitieren. Denn die Zustimmung zur Verfassungsreform lässt auf politische Stabilität hoffen. Ungeachtet davon sehen wir auf längere Sicht eher starke negative Folgen für die Türkei und Europa. Deshalb sehen wir von Investments in der Türkei ab, da es eher ein taktisches als ein strategisches Investment ist.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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