Musterdepots
Die EZB hält still

Nach dem Termin des Monats sind die Anleger so schlau wie vorher. Mario Draghis Führungsriege der Zentralbanker beschließt, alles beim Alten zu lassen und keine neuen Maßnahmen aufzusetzen. Sönke Niefünd fasst zusammen.

Mario Draghi hat die Bereitschaft der EZB bekräftigt, ihre Geldpolitik notfalls weiter zu lockern. In seiner Pressekonferenz nach der Bekanntgabe der geldpolitischen Entscheidungen sagte Draghi: „Wir werden die sehr substanzielle geldpolitische Unterstützung aufrecht erhalten, auf denen unsere Stabsprojektionen basieren und die notwendig ist, um eine Rückkehr zu knapp zwei Prozent Inflation sicherzustellen. Falls notwendig, werden wir handeln und dabei alle innerhalb unseres Mandats verfügbaren Instrumente einsetzen.“

Draghi sagte, der EZB-Rat werde in den nächsten Monaten mehr Informationen erhalten, die eine bessere Beurteilung des makroökonomischen Umfelds erlaubten, darunter neue Stabsprojektionen. Laut Draghi hat der EZB-Rat die Arbeit der Ausschüsse zur Kenntnis genommen, die Optionen für die reibungslose Fortsetzung der Anleihekäufe erarbeiten sollen. Auf Nachfrage sagte Draghi aber auch, dass der EZB-Rat nicht über eine Verlängerung des Ankaufprogramms diskutiert habe. Auch eine schrittweise Verringerung (Tapering) sei kein Thema gewesen.

Die Anleihekäufe will die EZB mindestens bis März 2017 fortführen, auf jedenfalls aber so lange, bis die Inflation nachhaltig auf knapp 2 Prozent gestiegen ist. Ausweislich ihrer jüngsten Stabsprojektionen rechnet die EZB damit, dass das frühestens Ende 2018 passieren wird. Für den Durchschnitt dieses Jahres erwartet sie 1,6 Prozent Inflation.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%