Musterdepots
Die fetten Jahre sind vorbei

Eine Börsenweisheit lautet: Politische Börsen haben kurze Beine. Doch in der Krim-Krise dürfte dieser Spruch nicht gelten. Georgios Kokologiannis sieht klare Vorzeichen für eine Seitwärtsbewegung in den nächsten Monaten.
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In dem Konflikt um die ukrainische Halbinsel Krim zieht die Weisheit „politische Börsen haben kurze Beine“ nicht. Denn die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krise könnten zumindest mittelfristiger Natur sein – trotz der Pluszeichen im Laufe des gestrigen Aktienhandels.

Denn ein Blick auf die Charts der Dax-Aktien zeigt, dass Anleger für die nächsten Monate eher mit einer Seitwärtsbewegung rechnen können. Noch im Februar 2014 lagen gut 80 Prozent der Dax-Werte oberhalb ihrer 200-Tage-Linie. Diese Linie zeigt den Durchschnittskurs der vergangenen 200-Handelstage an – quasi der Jahresdurchschnittskurs eines Wertpapiers. 80 Prozent oberhalb dieser Line signalisieren einen marktbreiten und damit stabilen Aufwärtstrend.

Doch seit dem Kim-Konflikt hat sich dieses Bild gewandelt. Gerade mal 50 Prozent der Dax-Aktien notieren noch oberhalb ihrer 200er-Linie – ein Indiz für eine Seitwärtsbewegung. Und Anleger sollten nicht vergessen: Auch in den vergangenen fünf Jahren Hausse gab es immer wieder Korrekturen – zuletzt 2011, als der deutsche Leitindex um 25 Prozent auf 7500 Punkten auf rund 5140 Zähler abstürzte.

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