Musterdepots
Die Fußfessel der Kreditklemme

Trotz gewaltiger EZB-Hilfsmittel stockt Europas Wirtschaft. Das Geld bleibt auf dem Weg zu den Unternehmen bei den Banken stecken. Alexander Kovalenko erklärt, warum. Georgios Kokologiannis freut sich über einen Rekord.
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Trotz diverser Maßnahmen seitens der EZB ist die Kreditvergabe der Banken in der Euro-Zone im Oktober weiter geschrumpft. Das Kreditvolumen ist um 1,1 Prozent zum Vorjahr gesunken. Trotz der massiven Liquiditätsspritzen der Notenbank bleibt die Kreditpolitik der Banken äußerst restriktiv. Die Unternehmen kommen infolgedessen nur schwer an Darlehen und können wachstumsfördernde Investitionen nicht durchführen.

Das restriktive Kreditverhalten der Banken ist allerdings nicht unbegründet: Sie werden einem immer stärkeren regulatorischen Druck ausgesetzt. Ein ausgestelltes Darlehen birgt immer ein Risiko und viele Banken sind entweder nicht bereit oder gar nicht fähig zusätzliche Risiken in ihre Bilanzen aufzunehmen. Eine zusätzliche Hürde stellte außerdem der vor kurzem abgeschlossene Bankenstresstest dar. Nach dessen Beendigung hofft nun die Europäische Zentralbank auf die Wiederbelebung der Kreditvergabe.

Um diesen Prozess zusätzlich zu stimulieren, hat die Notenbank mit dem Aufkauf von Pfandbriefen und Kreditverbriefungen begonnen. Dies sollte den Banken helfen, einen Teil der Kreditrisiken aus den Bilanzen zu räumen und somit mehr Darlehen an Unternehmen vergeben zu können. Ob diese neuen Maßnahmen den gewünschten Effekt bringen, werden die nächsten Monate zeigen.      

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