Musterdepots
Die Kleinen ganz groß

Der Wind der US-Rally reicht bis in die zweite und dritte Frankfurter Reihe. Während Musterdepotautor Sönke Niefünd die Gründe für das dicke Plus nennt, warnt Georgios Kokologiannis vor Übertreibungen an den Märkten.
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FrankfurtDie Börsen in Europa sind von ihren Tageshöchstkursen wieder etwas zurückgefallen. Gesucht sind unverändert kleinere Titel. Das hat den SDax, in dem 30 kleinere deutsche Unternehmen enthalten sind, erstmals in seiner Geschichte über 10.000 Punkte steigen lassen. Der MDax in dem 50 mittelgroße Unternehmen enthalten sind, ist den vierten Börsentag in Folge auf ein Rekordhoch geklettert.

Die Stimmung an den Börsen profitiert zur Wochenmitte von den jüngsten Aussagen der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen. Die Federal Reserve schätzt die Lage der US-Wirtschaft positiv ein, dies sorgte für erneute Rekordstände am US-Aktienmarkt.

Aber auch die Saison der Quartalsberichte der Unternehmen liefert Argumente, am Aktienmarkt einzusteigen. Mit der Aussicht auf steigende Zinsen stellt der Bankensektor den größten Gewinner und legt um 1,4 Prozent zu. Commerzbank steigen um 2,3 Prozent und Deutsche Bank um 2,2 Prozent.

An unserer Allokation im Portfolio verändern wir aktuell nichts, denn wir fühlen uns mit einer Aktienquote in Höhe von 39,5 Prozent, Renten mit 36,7 Prozent, 4,1 Prozent in der nicht-traditionellen Asset-Klasse und 19,7 Prozent Liquidität wohl.

Kommentare zu " Musterdepots: Die Kleinen ganz groß"

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  • Sehr geehrte Herren,

    vielleicht sollten wir einmal über das Thema "Investmentphilosophie" diskutieren. Ich beginne mit einem Blick in den Rückspiegel. DAX und MDAX wurden am 1.7.1988 gegründet. Seither sind fast 29 Jahre verflossen. Wer Mitte 1988 100 000 EUR in den DAX investiert hat, besitzt heute 1,2 Millionen EUR. Bei einer Investition in den MDAX sind es 2,3 Millionen EUR.

    Aber Anfangs- und Endpunkt zu betrachten, reicht natürlich nicht aus. Im Langfristchart sind die als sehr heftig erlebten Schwankungen nur kleine Zacken nach oben oder unten. Wenn man von diesen kleinen Zacken abstrahiert, sieht man die Generalrichtung: Es geht eindeutig nach steil nach oben.

    Wenn dem so ist und weil dem so ist, gibt es eigentlich nur eine einzige Regel: Man muß seine Füße stillhalten und trotz der immer wiederkehrenden Hoffnungen und Befürchtungen nie in das Depot eingreifen. Immer investiert bleiben, auch wenn die Befürchtungen noch so groß sein mögen.

    Zum Schluß ein Axiom, das ich hier aus Platzgründen nicht näher erläutern kann: Ich glaube, dass ein aktives Management die Renditen schmälert.Als Beleg darf gelten, dass 90 % aller Fondsmanager ihre benchmark nicht erreichen. Auf lange Sicht gesehen, wahrscheinlich überhaupt niemand. Den Index zu schlagen ist vergleichbar mit der Kunst, sich zu kratzen bevor man weiß wo es juckt.

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