Musterdepots: Die Lust am Risiko steigt

Musterdepots
Die Lust am Risiko steigt

Nach jahrzehntelanger Treue zum Sparbuch sind Bundesbürger bereit, ihr Geld risikoreicher anzulegen, zeigt eine neue Studie. Unterdessen überdenken unsere Autoren nach den jüngsten Kursrücksetzern ihre Depots.
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Anders als von vielen Experten immer wieder gerne unterstellt wird, nimmt die Risikobereitschaft deutscher Anleger durchaus zu. Da zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Fondsanbieters Gothaer Asset Management. Demnach bleibt das Sparbuch zwar trotz minimaler Renditen das beliebteste Anlagevehikel der Bundesbürger: Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer geben an, dort ihr Geld anzulegen.

Gleichzeitig aber zeigt sich inzwischen aber ein Viertel der Befragten bereit, bei der Geldanlage ein höheres Risiko einzugehen - vor einem Jahr waren es nur fünf Prozent der Befragten. Auf einen Wert von 24 Prozent hat sich der Anteil derjenigen knapp verfünffacht, die inzwischen nach eigenen Angaben auch in Investmentfonds Kapital anlegen. 16 Prozent der Umfrageteilnehmer setzen sogar auf Einzelaktien – ein Plus von 12 Prozentpunkten.

Direktinvestitionen ohne Absicherung durch spezielle Zertifikate oder Optionsscheine würde ich in meinem Depot erst bei deutlich niedrigeren Notierungen in Erwägung ziehen. Trotz des jüngsten Kursschubs an den Börsen bleibe ich bei meiner defensiven Depotausrichtung.

Ich setze auf defensive Anlagezertifikate, die das Portfolio vor größeren Schwankungen schützen. Damit versuche ich auch langfristig mein übergeordnetes Anlageziel zu erreichen: Eine möglichst kontinuierlich erzielte Rendite zwischen sechs und acht Prozent pro Jahr – unabhängig davon, ob es an den Aktienmärkten gerade rauf- oder runtergeht.

Kommentare zu " Musterdepots: Die Lust am Risiko steigt"

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  • kokologiannis

  • Gute Tag Herr Preungesheim, besten Dank für Ihren Beitrag und Ihr Interesse an den Musterdepots. Die letzten Transaktionen in Zusammenhang mit Reverse-Bonuszertifikaten wurden am Freitag, den 23.1.2015 durchgeführt und sind in der Handelsblatt-Ausgabe vom darauf folgenden Montag dokumentiert. Die Online-Fassung/EPaper-Version der Ausgabe ist bereits seit Sonntag, 25.1.2015 abrufbar. Danach haben bisher keine weiteren Käufe oder Verkäufe stattgefunden. Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Viele Grüße aus Frankfurt, Georgios Kokologiannis

  • Dafür schreibt er ständig "Trotz des jüngsten Kursschubs an den Börsen bleibe ich bei meiner defensiven Depotausrichtung." - dass ihn das Goldman-Zertifikat 2.000-3.000 Euro (2-3% Performance) gekostet hat, dass erwähnt er nicht. Nur die tollen Gewinne.

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