Musterdepots
Die Notenbanken geben den Ton an

Ein Thema dominiert derzeit die Börsen: Die Geldpolitik der Notenbanken. Wann hebt die Fed die Zinsen an? Stellt die EZB weitere Finanzhilfen in Aussicht? Auch die Autoren der Musterdepots machen sich darüber Gedanken.
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Nach den schwachen Konjunkturdaten der vergangenen Tage in Europa steigt aktuell die Wahrscheinlichkeit, dass die europäische Notenbank weitere Maßnahmen ergreift, um die Konjunktur zu stützen und deflatorische Tendenzen zu vermeiden. In der Folge verliert der Euro gegenüber dem US-Dollar derzeit kräftig an Wert. Während der Wechselkurs zu Beginn des Jahres 2014 bei etwa 1,38 Dollar lag, bekommt man aktuell nur noch etwa 1,27 Euro zirka pro Dollar. Dies entspricht einer Abwertung des Euro von nunmehr gut acht Prozent.

Da wir diese Entwicklung bereits seit längerer Zeit antizipiert haben, liegt unser US-Dollar Exposure im Depot mit etwa 30 Prozent relativ hoch. Dies ist die höchste Gewichtung des US-Dollar in unserer Allokation seit vielen Jahren. Vor dem Hintergrund der aktuell auseinanderlaufenden konjunkturellen Entwicklungen in den USA und Europa sowie einer tendenziell restriktiver werdenden Geldpolitik in den USA, während die EZB über zusätzliche Expansionsmaßnahmen nachdenkt, rechnen wir mit einer anhaltenden Stärke des Greenback.

Die Investments im US-Dollar sind derzeit zu 20 Prozent in Aktien und Aktienfonds und etwa zu zehn Prozent in Anleihefonds. Bei den Aktien handelt es sich um die Blue Chips CVS Health und US Bancorp. Darüber hinaus sind wir in marktbreiten ETF auf den S&P 500 sowie die Nasdaq-100 investiert. Im Bereich der Anleihen halten wir Beimischungen in amerikanischen Hochzinsanleihen sowie Schwellenländeranleihen auf USD-Basis für interessant. Beide Anlageklassen decken wir aufgrund einer breiten Streuung über ETF ab.

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