Musterdepots
Die Problematik der volatilen Seitwärtsbörsen

Unternehmensbilanzen bewegen die Märkten. Auch bei den Musterdepots macht sich der Zahlenreigen bemerkbar. Ebenfalls im Fokus der Autoren: Die Konjunktur in Amerika.
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Immer wieder wurde an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Ertragsschätzungen der Analysten für deutsche Konzerne viel zu optimistisch sind. Die prognostizierten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) für den Dax entsprechend deutlich zu niedrig. Bedenklich fand ich schon seit Anfang des Jahres, dass sich die Aktienkurse immer extremer von fundamentalen Wirtschaftsdaten abgekoppelt haben.

Es überrascht mich daher nicht, dass nun immer mehr Unternehmen ihre Geschäftszahlen und -aussichten nach unten korrigieren, statt – wie von den Experten herbeiorakelt worden war – die Daten nach oben zu schrauben. So wie jetzt Linde: Der Industriegase-Konzern senkt am Donnerstag seine Wachstumsziele für die kommenden Jahre. Die sich eintrübende Konjunktur macht dem Unternehmen zu schaffen.

Bereits seit 2010 gelingt es den Dax-Firmen unterm Strich nicht mehr, nennenswerte Zuwächse der Ergebnisse je Aktie zu erreichen. Ich bleibe daher bei meiner Einschätzung, die ich seit Anfang Januar vertrete: Die Aktienmärkte werden sich stark schwankend seitwärts entwickeln. Der Dax dürfte in den kommenden Monaten zwischen knapp unter 9000 und 10.000 Punkten hin- und herpendeln. Nur wegen der unterm Strich anhaltend ultraexpansiven Geldpolitik rechne ich nicht mit dauerhaften, stärkeren Einbrüchen.

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Michelin im Fokus

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US-Konjunktur auf dem Vormarsch

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