Musterdepots
Die Schleusen bleiben offen

Die weltweiten Finanzmarkt-Turbulenzen, ausgelöst in China, bringen die Pläne der Notenbanken gehörig durcheinander. Alexander Kovalenko nimmt die Statements der Geldpolitiker von EZB und Fed genauer unter die Lupe.
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William Dudley – der Präsident der Fed von New York – sagte am Mittwoch, dass die Zinswende bereits im nächsten Monat ihm „weniger zwingend als noch vor ein paar Wochen“ erscheine. Die von China ausgehenden Risiken stimmen nun offensichtlich auch die US-Notenbanker spürbar vorsichtiger. Viele Markteilnehmer sehen in so einer Äußerung eine gesunkene Wahrscheinlichkeit der Zinserhöhung im September.

Die nächste FED-Sitzung findet am 16. und 17. September statt. Um die Aktivitäten der Europäischen Zentralbank kursieren ebenfalls Gerüchte, dass das  im März gestartete Anleihekaufprogramm ausgeweitet werden könnte. Laut dem Chefvolkswirt der EZB Peter Praet sei die Notenbank bereit, die Intensität des Programms zusätzlich zu erhöhen. Grund dafür sind die Schwierigkeiten, die Teuerungsrate der Eurozone auf die gewünschten zwei Prozent zu bringen.

Die Kreditvergabe an Unternehmen hat im vergangenen Monat zwar mit 0,9 Prozent die höchste Wachstumsrate seit Anfang 2012 verzeichnet, die erneut fallenden Ölpreise sowie die konjunkturellen Unsicherheiten in China, setzen die Inflation unter Druck. Vieles spricht dafür, dass die Notenbanken noch lange Zeit im „Liquiditätsbereitstellung“-Modus bleiben, was trotz bestehender Risiken die Aktienmärkte mittelfristige unter die Arme greifen sollte.     

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