Musterdepots
Draghi sieht Zinsen langfristig unten

Alexander Kovalenko hat sich EZB-Chef Draghis Vortrag in Jackson Hole noch einmal genauer angeschaut. Ein Punkt dürfte den klassischen deutschen Sparer so gar nicht erfreuen. Daniel Hupfer setzt auf deutsche Auto-Titel.
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Der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi hat bei seinem Vortrag in Jackson Hole unter anderem eine interessante Folie präsentiert, wonach die kurzfristigen realen Zinserträge in der Eurozone mindestens bis 2020 beziehungsweise noch länger deutlich negativ bleiben werden. Dies bestätigt noch einmal unsere häufig wiederholte These, dass an dem europäischen Zinsmarkt bis auf wenige Segmente, wie zum Beispiel den High-Yield-Markt, mittelfristig keine nennenswerten Erträge zu erzielen sind.

Das Niedrigzinsumfeld trifft vor allem den klassischen Sparbuchanleger, der real für seine Bankeinlagen zahlen muss. Die Durststrecke bei den Zinserträgen in Europa wird fast unausweichlich dazu führen, dass die anderen Assetklassen und vor allem die Sachwertanlagen steigen werden.

Die deutschen Anleger scheinen aber diese Chance zu verpassen: Sie haben in den letzten fünf Jahren ihre Tages- bzw. Termingelderkonten um 100 Prozent erhöht und parken dort aktuell etwa 2000 Milliarden Euro. Der Dax hat sich wohlbemerkt im gleichen Zeitraum fast verdoppelt.

Man ist offensichtlich bereit, für die vermeintliche Sicherheit zu zahlen und auf solide Rendite über Unternehmensbeteiligungen zu verzichten. Wir halten es für falsch und empfehlen mindestens einen Teil des Vermögens, der nicht zu kurzfristigen Liquiditätszwecken benötigt wird, in Aktien zu investieren.

Wie dies gestaltet werden kann, zeigt unser Musterdepot, das aus einem Aktienkernportfolio und fünf wikifolios besteht. Zu unseren Ziel-wikifolios gehören „Kurschancen bei Turnaround-Kandidaten“ (WKN LS9AGM), „USD Opportunities“ (LS9ASL), ETF-Werte des ICAX (LS9AJV), „SR wisdom capital spekulativ“ (LS9AEH) und „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ (LS9AKT). Das Aktienkernportfolio kann wiederum über das „VSAK - Value Europa“-wikofolio der Bayerische Vermögen (WKN LS9BPF) abgebildet werden.     

Kommentare zu " Musterdepots: Draghi sieht Zinsen langfristig unten"

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  • Natürlich bleiben die Zinsen unten.
    Draghi muss doch alles tun das das Spiel weiter funktioniert.
    Die Maschinen arbeiten ihre Wunschkurse ab und die Mächtigen liegen faul in ihren Hängematten,stehen nur auf um sich einen Kübel EAis über den Kopf zu giessen um ihr Gewissen zu beruhigen.
    Das System läuft und deren Maschinen arbeiten ohne Emotion für satte Gewinne.

  • Russische Staatsanleihen bringen aktuell bis zu 23% Rendite pro Jahr-Laufzeit der Papiere bis 2028.Der Rubel müsste schon massiv verlieren,was ich nicht glaube,Russland ist trotz allem sehr rohstoffreich-Stichwort:zukünftiger Rohstoffhunger der G 20 bis 2050.Ich glaube kaum,dass der DAX vom heutigen Tage an gerechnet,jedes Jahr einen Aufschlag von 23% bis 2028 verzeichnen kann.Einfach mal im Internet den heutigen DAX-Stand von 9600 Punkten zu 23% und 14 Jahren Laufzeit in einen Zinsesrechner eingeben,wo der DAX dann stehen müsste,um die gleiche Performance zu erreichen.Der 5 Jahresvergleich mit der Kursverdopplung im DAX stimmt,na und? Da kann ich mithalten.Ich kann genau so sagen,dass der DAX schon im Juli 98 bei 6225 stand,das wären im Zinseszinsrechner bei 16,1 Jahren Laufzeit schlappe 2,71% Rendite pro Jahr.Der Zinssatz im Juli 98 für 20 Jährige deutsche Staatsanleihen lag aber bei 5,75% pro Jahr.Macht pro Jahr eine Differenz von 3,03%.Was sagen Sie nun Herr Redakteur?!Vergleiche herausziehen wie es einen passt,das müssen Sie früher aufstehen!Von den Höchstständen im Jahre 2000 will ich erst gar nicht reden.Die meisten Anleger investierten zu dieser Zeit in Aktienfonds.Sehr populär war zu dieser Zeit der "DWS Investa" von Frau Weißenhorn .Ausgabekurs- mit 5% Ausgabeaufschlag- am 06.03.2000 148 Euro!Rücknahmekurs heute 138 Euro.Macht 10 Euro Verlust pro Fondsanteil nach fast 14,5 Jahren Anlagedauer.Für 20 Jährige Deutsche Staatsanleihen gab es im März 2000 aber 6,5% per anno....ja sehen Sie,ich könnte stundenlang so weitermachen...!

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