Musterdepots
Verluste ja, Crash nein

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Draghis Worte sorgen für Unruhe

Die Hängepartie bezüglich der Verhandlungen in Griechenland mit fast täglich neuen Meldungen hinsichtlich der Erfolgschancen der Verhandlungen trägt in hohem Maße dazu bei, dass sich aktuell kaum Käufer – außer der EZB – für europäische Staatsanleihen finden lassen. Und auch wenn sich die griechische Regierung durch die Bündelung der Zahlungen an den IWF ein wenig Zeit erkauft hat, so wird das Zeitfenster für eine Übereinkunft mit der Troika immer kleiner und somit die Unsicherheit größer.

Die Risikoprämien für Anleihen aus der europäischen Peripherie sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen, so dass die Kurse dieser Anleihen deutlich unter Druck gekommen sind. Die Rendite 10-jähriger Anleihen aus Portugal sind wieder über die 3 Prozent-Marke gesprungen und rentieren derzeit bei etwa 3,1 Prozent. Die spanischen und italienischen Pendants liegen aktuell bei etwa 2,3 Prozent, während diese Papiere im Jahresverlauf bereits bei unter 1,2 Prozent gelegen hatten.

Auch Herr Draghi vermochte es auf der letzten Pressekonferenz der EZB nicht, die europäischen Rentenmärkte zu beruhigen. Mit seinen Äußerungen, dass die Kapitalmarktteilnehmer sich an den Rentenmärkten auf eine hohe Volatilität einstellen müssen und dass gerade in Bezug auf Bundesanleihen man aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus nicht mehr gezwungen sei, ausschließlich länger laufende Anleihen zu erwerben, hat der EZB-Präsident die Unsicherheiten und den Verkaufsdruck zusätzlich erhöht.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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