Musterdepots
Durchbrochenes Muster

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer beschäftigt sich mit dem Muster „Starker Euro, schwacher Dax“.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Das Muster „Starker Euro, schwacher Dax“ funktioniert erstaunlich oft. Anleger leiten daraus ab, dass die Unternehmen weniger verdienen, weil sie ihre Produkte teurer und weniger wettbewerbsfähig anbieten können. Auf längere Sicht bricht dieser Zusammenhang aber auseinander, wie die Helaba zu Recht anmerkt – ohne den Grund zu nennen. Ursache dürfte sein, dass die Erträge nur kurzzeitig unter Druck geraten, nicht langfristig. Die Unternehmen müssen sich noch mehr anstrengen, besser zu werden. Das zahlt sich langfristig aus. Insofern ist ein starker Euro ein gutes Geschäft.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser Musterdepot enthält derzeit neben 15 Einzelaktien fünf Zertifikate auf Basis ausgewählter Wikifolios der innovativen Social Trading Plattform wikifolio.com. Eines davon ist das „SR wisdom capital spekulativ“-Wikifolio von Sebastian Reese. Die Stärke von Herrn Reese und seines Wikifolios liegt in einem selbstentwickelten aktiven Trading-Ansatz. Dieses Wikifolio wurde von uns zwecks Strategiediversifikation bei unserem sonst sehr fundamental ausgerichteten Musterdepot beigemischt. Bisher hat das „SR wisdom capital spekulativ“-Wikifolio diese Funktion erfolgreich erfüllt.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Ohne große Kursbewegungen notieren die Aktien an der Wall Street und in Europa, da viele Anleger abwarten und auf das Notenbanktreffen in Jackson Hole schauen. Dort könnten Signale für die Geldpolitik gesetzt werden. Der Blick gilt dabei vor allem dem Euro: Jede Andeutung Mario Draghis zur Drosselung der Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank könnte den Kurs treiben. Ein starker Euro ist für uns das Hemmnis für eine Erholung der europäischen Aktienmärkte. Der Kurs ist 2017 um etwa zwölf Prozent gestiegen. Das schadet den wichtigen exportorientierten Werten.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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