Musterdepots: Ein Hagelsturm an Neuigkeiten

Musterdepots
Ein Hagelsturm an Neuigkeiten

Auf die Musterdepots-Experten prasseln momentan schwer kalkulierbare Nachrichten ein: Der Ölpreis sinkt unter 50 Dollar, der Eurokurs fällt weiter, in Europa herrscht Deflation. Welche Antworten haben sie darauf?
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Das Europäische Statistikamt Eurostat teilte am Mittwoch mit, dass die Lebenshaltungskosten im Dezember um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind. Somit sind die Preise in der Euro-Zone zum ersten Mal seit Oktober 2009 gefallen. Vor allem die deutlich gesunkenen Energiekosten, die 6,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen, haben die Inflationsrate unter die Null-Linie gedruckt.

Die aktuelle Preisentwicklung kann man von zwei Seiten betrachten. Auf einer Seite bedeuten die niedrigen Energiekosten, die massiv das Gesamtpreisniveau drückten, eine deutliche Entlastung für die Unternehmen und Verbraucher. Dies sollte sich stimulierend auf die Konjunktur auswirken.

Auf der anderen Seite wird eine andauernde Deflation von der EZB sehr kritisch angesehen, da sie zu sinkenden Löhnen und Investitionen führen und aus mittelfristiger Sicht die Konjunkturentwicklung in der Eurozone, die sowieso nicht gerade berauschend verläuft, noch weiter eintrüben könnte. Die von der EZB angestrebte Inflationsrate liegt bei zwei Prozent.

Je weiter die aktuelle Preisentwicklung von dieser Marke entfernt ist, desto wahrscheinlicher wird das massive Eingreifen der EZB. Die Volkswirte schließen nicht aus, dass die breit angelegten Staatsanleihenkäufe bereits bei der nächsten EZB-Sitzung am 22. Januar beschlossen werden können. Es bleibt abzuwarten, ob derartige Maßnahmen einen wirksamen Effekt auf die reale Wirtschaft haben werden. Sie werden aber sicherlich für deutliche Bewegungen auf Kapitalmärkten sorgen.

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