Musterdepots

Ein schwieriges zweites Halbjahr

Die Unkenrufe aus der Konjunktur mehren sich. Die Schwierigkeiten für das deutsche Wirtschaftswachstum scheinen nicht weniger zu werden. Musterdepotstratege Alexander Kovalenko nimmt sich die jüngsten Zahlen vor.
Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die deutsche Konjunktur hat ein weiteres Warnsignal erhalten. Laut Informationen des Statistischen Bundesamtes, welche am Freitag veröffentlicht wurden, sind die Exporte im Mai um 1,8 Prozent zum Vormonat geschrumpft. Die Volkswirte haben dabei mit einem leichten Wachstum gerechnet.

Nach den negativen Daten aus der Industrieproduktion und bei den Auftragseingängen ist dies bereits ein dritter Hinweis darauf, dass eine merkliche Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal durchaus möglich ist. Es gibt bereits erste Expertenmeinungen, wonach das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den letzten drei Monaten sogar gefallen sein könnte. Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU gießt ein weiteres Öl ins Feuer der Pessimisten.

Da Großbritannien für die deutschen Exporteure der drittgrößte Markt ist, erwarten sie einen signifikanten Rückgang der Ausfuhren auf die Insel – mit den entsprechenden Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum.  Ob dies Realität wird, werden wir in den nächsten Monaten erfahren.  Unser Portfolio blieb Anfang letzter Woche durch die Börsenturbulenzen  nicht unbetroffen, hat sich jedoch Ende der Woche wieder etwas erholt. Laut unseres Investmentprozesses ist es aktuell beinahe voll investiert.  

Erst Schock, dann Negierung, schließlich die Erkenntnis
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