Musterdepots
Ein Zeichen aus Fernost

Die Konjunkturhilfen der Bank Of Japan waren das bestimmende Thema am Freitag. Alexander Kovalenko hinterfragt deren Wirksamkeit. Und Georgios Kokologiannis zieht angesichts der Erholung an den US-Börsen eine Reißleine.
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Der Handel an den europäischen Börsenplätzen stand am Freitagnachmittag unter dem Zeichen der japanischen Notenbank. Überraschend hat sie ein massives Aufstocken ihres Wertpapier-Aufkaufprogrammes angekündigt, das nichts anderes als eine Liquiditätserweiterung darstellt. Das jährliche Volumen dieser Geldspritzen sollte nun von bisher geplanten 60 bis 70 Billionen auf bis zu 80 Billionen Yen (ca. 570 Milliarden Euro) erhöht werden.

Mit der geplanten Liquiditätsflut wird versucht, die Inflation auf circa zwei Prozent hochzutreiben sowie die nach einer Mehrwertsteuererhöhung schwächelnde Konjunktur zu beleben. Ob die Rechnung der japanischen Währungshüter aufgeht, bleibt im Ökonomenkreis umstritten.

Seit 2008 und vor allem in den letzten zwei bis drei Jahren hat die Bank of Japan ihre Bilanz massiv ausgeweitet. Dies hat allerdings nicht zu einem gewünschten stabilen BIP-Wachstumspfad geführt. Die erwähnte überraschende Entscheidung vom Freitag war selbst unter den japanischen Notenbankern stark umstritten: Fünf der Vorstandsmietglieder stimmten dafür und vier dagegen. Die Marktteilnehmer haben die Nachricht aber mit viel Begeisterung aufgenommen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 hat fast fünf Prozent zugelegt, die europäischen Börsen stiegen in der ersten Tageshälfte um mehr als zwei Prozent.      

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