Musterdepots Eine Grundsatzentscheidung lohnt sich

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Alexander Kovalenko beschäftigt sich mit der Absicherung gegen Wechselkursrisiken.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Der Start ins Börsenjahr ist geglückt. Rekord-Indexwerte an den Börsen in den USA und Asien stimulieren den europäischen Aktienmarkt. Doch man soll den Tag nicht vor dem Abend und die Börsen nicht vor dem Jahresende loben. Auch wenn große Optimisten dem Dax in diesem Jahr 15 000 Punkte zutrauen, könnten sinkende Handelsvolumina die europäischen Märkte bremsen. Experten erwarten trägeren Handel, weil sich die Börsenwelt erst auf Mifid II einstellen muss. Hinter Mifid II verbergen sich unter anderem neue, europaweit gültige Regeln für den Wertpapierhandel.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Ein weiteres Indiz für das prozyklische Verhalten vieler Anleger stellt in den letzten Wochen und Monaten eine hohe Nachfrage nach währungsgesicherten ETFs dar. In der Regel denken allerdings die Investoren an derartige Absicherungen erst dann, wenn die großen Kursverluste bereits realisiert sind. Unseres Erachtens lohnt sich eine grundsätzliche Entscheidung für oder gegen eine Absicherung der Wechselkursrisiken. Somit wird die Gefahr vermieden, den kurz- und mittelfristigen Wechselkursbewegungen, die so gut wie unvorhersehbar sind, hinterherzulaufen.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die anhaltende Euro-Stärke belastet den Dax weiterhin. Diese Entwicklung ist vor allem mit der robusten Konjunktur im Währungsraum und den guten Wachstumsaussichten für das neue Jahr zu erklären. Der Markit-Einkaufsmanagerindex, ein guter Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung, stieg im Dezember auf den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1997. Sollte die EZB aufgrund der robusten Konjunktur über ein Ende des EZB-Kaufprogramms im laufenden Jahr nachdenken, dürfte der Euro bei über 1,20 Dollar verharren. Dies wäre für unsere Dollar-Anleihe Amazon und unsere US-Aktien schlecht.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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