Musterdepots
Eine Strategie für den Hinterkopf

Nach seinen klaren Andeutungen rechnen die Märkte damit, dass Mario Draghi im Juni den Geldhahn weiter aufdrehen wird. Falls dies nicht der Fall ist, hat sich Georgios Kokologiannis schon einen Plan B überlegt.
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Seit der jüngsten Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat der Euro wieder deutlich zum Dollar verloren. Von fast 1,40 Dollar ist er auf nur noch gut 1,36 Dollar abgerutscht. Auslöser dafür war die recht unverhohlene Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi, dass die Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung Ende Juni handeln wird.

Damit hat sich Draghi selbst unter Handlungsdruck gesetzt. Denn: „Ein weiteres Abwarten würde die Notenbank Glaubwürdigkeit kosten und voraussichtlich eine deutliche Aufwertung des Euros zur Folge haben“, meinen Strategen wie Christian Apelt von der Helaba.

Ich glaube zwar auch nicht daran, dass die Notenbank es zu einer neuen Euro-Aufwertung kommen lässt – bin aber für den Fall der Fälle gerüstet: Wenn der Euro wieder in Richtung 1,40 Dollar aufwertet, plane ich einen Teil meines relativ hohen Bargeldbestandes in einen Dollar-Geldmarktfonds umzuschichten.

Damit würde ich mir eine Art kostengünstiges Fremdwährungskonto ins Depot holen – also eins zu eins von einem Wertverlust der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback profitieren. Ohne Hebel und ohne komplizierte Auszahlungsmechanismen.

Mein Favorit dafür ist derzeit ein spezieller Indexfonds der Commerzbank, der sich durch eine besonders niedrige Verwaltungsgebühr von nur 0,1 Prozent im Jahr auszeichnet (WKN: ETF101). Die Wertentwicklung des ETF verläuft praktisch spiegelbildlich zum Euro/Dollar-Wechselkurs.

Denn der Fonds bildet eine täglich rollierende Einlage zum Geldmarktreferenzzinssatz in den USA ab – und der liegt bei praktisch null. Wertänderungen des Fonds im Depot entstehen hier also rein durch den Währungseffekt. Aber das ist eben nur eine Strategie für den Hinterkopf; ich denke nicht, dass ich sie in nächster Zeit umsetzen kann.

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