Musterdepots
Europäischer Frühling

Die starken Zahlen zum Wirtschaftswachstum haben am Freitag die Märkte überrascht. Doch wie belastbar sind die Daten und worin liegen die Gründe für den neuen Schwung? Alexander Kovalenko schaut genauer hin.

DüsseldorfDas europäische Statistikamt Eurostat hat am Freitag die vorläufigen Daten zum Wirtschaftswachstum in der Eurozone für das erste Quartal 2016 veröffentlicht. Mit 0,6 Prozent Wachstum zum Vorquartal ist das Ergebnis überraschend stark ausgefallen. Die Ökonomen haben im Durchschnitt mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Vor allem die spanische Volkswirtschaft konnte mit 0,8 Prozent kräftig zulegen.

Welche Faktoren in erster Linie zum guten Abschneiden der Eurozone beigetragen haben, wird von Eurostat erst Mitte Mai ausführlich dargelegt. Auf Basis der bereits vorhandenen Daten kann man jedoch vermuten, dass vor allem die kauffreudigen Verbraucher das Wirtschaftswachstum stützten. Die Arbeitslosigkeit bleibt zwar auf einem hohen Niveau, ist aber im Vergleich zum Vorjahr signifikant zurückgegangen.

Die veröffentlichten Daten stellen zweifelsohne ein positives Signal dar, dürfen jedoch gleichzeitig keine Euphorie auslösen. Zum einen haben der milde Winter und bestimmte Kalendereffekte die Entwicklung begünstigt. Darüber hinaus ist die präsentierte Statistik erst mal nur vorläufig und wurde ungewöhnlich früh bekanntgegeben. Eine spätere Revision wäre dementsprechend nicht auszuschließen.

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