Musterdepots
Gegen den Trend erfolgreich

Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis profitiert dank seiner defensiven Positionierung von den Dax-Verlusten in dieser Woche. Vor allem die Deutsche Bank und die Commerzbank bereiten den Anlegern sorgen.
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Während die Aktienkurse in Europa und den USA in der umsatzschwachen Börsenzeit des Sommers immer deutlicher in den Übertreibungsbereich geklettert sind, wurde das Musterdepot stärker auf ein Auslaufen der Rally ausgerichtet. Mittelfristig erreicht das Portfolio die höchste Rendite, wenn Dax & Co. unter dem Strich nur noch auf der Stelle treten.

Bis zum kommenden Frühjahr steigt in diesem Szenario der Gesamtertrag von jetzt etwa 19 Prozent seit Auflegung auf dann knapp 24 Prozent. Etwas zusätzliche Rendite ist durch Wechselkurseffekte möglich, falls sich der US-Dollar erholt. Zudem würde das Depot in den nächsten Monaten selbst einen Börsenabsturz schadlos überstehen.

Von dieser defensiven Positionierung profitiert das Portfolio momentan, das gegen den Trend leicht zulegen kann: Seit Anfang der Woche hat sich die Stimmung an den Aktienmärkten wieder deutlich eingetrübt – vor allem an den heimischen Börsen. Am Montag sorgte vor allem ein Medienbericht für Unruhe, wonach Bundeskanzlerin Merkel in einem möglichen Notfall benötigte Staatshilfen für die Deutsche Bank im kommenden Wahljahr ausschließe.

Am Dienstag dann belastete die Börsen neben Handelsblatt-Informationen über geplante massive Stellenstreichungen bei der Commerzbank eine weitere Hiobsbotschaft in Zusammenhang mit Volkswagen: Einem Medienbericht zufolge prüfen die US-Behörden, wie hoch sie die Strafe im Diesel-Skandal festsetzen können, ohne das Überleben des Wolfsburger zu gefährden. Die Vorzugsaktien des Dax-Schwergewichts rutschten zeitweise mehr als vier Prozent ab – und gaben auch die Richtung für den Gesamtmarkt vor.

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Alexander Kovalenko

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Sönke Niefünd

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