Musterdepots
Gegen Kursrückgänge wappnen

Die Weltbörsen sind nervös. Unser Autor setzt auf Sprintzertifikate, diese speziellen Hebelpapiere profitieren überproportional von einer möglichen Erholung.

Vor dem Jahreswechsel hatte ich den Bargeldbestand deutlich erhöht, um das Handelsblatt-Depot stärker gegen die schon damals absehbaren Kursrückgänge an den Börsen zu wappnen. Nachdem Dax & Co. mittlerweile zeitweise mehr als den gesamten Vorjahresgewinn eingebüßt haben, erhöhe ich nun nach und nach wieder die Investitionsquote.

Zum Wochenstart wurden erneut Sprintzertifikate zugekauft, die sich auf den Euro Stoxx 50 beziehen (WKN: CW7CXY). Erholt sich der Euroland-Leitindex bis September von seinem aktuellen Niveau aus bei rund 3.050 Punkten, profitieren diese speziellen Hebelpapiere überproportional davon: Zwischen 3.100 und 3.400 Zählern münzen sie Kursgewinne doppelt in Depotrendite um.

Im Gegenzug für die überproportionalen Ertragschancen innerhalb der Kursspanne wird das Portfolio bei einem Euro-Stoxx-Anstieg über 3.400 Punkte nicht an weiteren Gewinnen beteiligt.

Da ich einerseits davon ausgehe, dass sich der europäische Aktienmarkt nach den jüngsten Verlusten dem unteren Ende der in diesem Jahr wahrscheinlichen Schwankungsspanne angenähert hat. Andererseits aber damit rechne, dass die Notierungen bei einer Erholungsbewegung nicht in den Himmel wachsen werden, bilden die Sprintzertifikate meine Marktmeinung derzeit adäquat ab.

 

Das vermutete – eher überschaubare – Kurspotenzial dieses Jahres soll damit ergiebiger ausgeschöpft werden als bei einem herkömmlichen Investment – etwa  einem simplen Indexfonds. Durch den Einsatz dieser Zertifikate bleibt die Risikoprofil des Musterportfolios insgesamt dennoch deutlich defensiver als das des Gesamtmarktes.

Grob skizziert, lässt sich wegen des hohen Anteils an Wertpapieren im Depot, die sich asymmetrisch zum Aktienmarkt entwickeln, folgendes festhalten: Brechen die Börsenkurse in den kommenden Monaten ausgehend vom aktuellen Stand weiter ein, dann partizipiert das Portfolio zu rund 75 Prozent an diesen Verlusten. Legen die Notierungen dagegen um bis zu etwa einem Zehntel zu, dann liegt die Beteiligung daran deutlich höher – bei mehr als 160 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%