Musterdepots
Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer erklärt, welche Idee hinter einer wichtigen Börsenregel steht.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Neun Positionen im Wert von 81 000 Euro weist unser Depot auf. Bis Jahresende werden alle Titel hinterfragt. Eine wichtige Börsenregel lautet: Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen. Dahinter steckt die Idee, dass sich Trends eher fortsetzen: Gewinner also Gewinner und Verlierer eben oft Verlierer bleiben. Positionen, die keine ausreichenden Perspektiven versprechen, werden verkauft. Unabhängig davon, ob sie wie die Goldminenbetreiber mit mehr als zehn Prozent im Minus notieren oder aber, wie der chinesische Autobauer Geely, mit mehr als 100 Prozent im Plus stehen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Im November konnten sich die Positionen unseres Musterdepots bis auf einige Ausnahmen dem negativen Trend an den europäischen Börsen leider nicht widersetzen. Bei den Einzeltiteln bildeten Peugeot mit einem Minus von fast 15 Prozent und Anglo American mit einem Minus von 4,7 Prozent die Schlusslichter. Dagegen konnten die beiden österreichischen Titel Voest‧alpine (plus 3,3 Prozent) und OMV (plus 1,3 Prozent) – sowie die Casino Guichard (plus 4,3 Prozent) eine positive Performance erreichen. Von den Ziel-Wikifolios entwickelten sich zwei von fünf positiv und ein Wikifolio neutral.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Wir investieren im Privatbankdepot unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebiete Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) – auch ESG-Ansatz genannt. Dazu kaufen wir je nach Börsenaussichten geeignete Wertpapiere und achten dabei besonders auf eine breite Risikostreuung. Das Portfolio wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristige Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und auch Einzeltitel gekauft, die unsere Kriterien erfüllen.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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