Musterdepots
Gewinnen mit Weitblick

Die Autoren wenden sich dem Ausland zu: Während Japans Volkswirtschaft selbst mit riesigen Geldmengen der Zentralbank nicht voran kommt, werden südeuropäische Staatsanleihen für die Investoren zunehmend attraktiv.
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Die japanischen Exporte kommen trotz der ultralockeren Geldpolitik der Zentralbank nicht wirklich in Fahrt. Die Ausfuhren sind im Februar mit +9,8 Prozent zum Vormonat zwar merklich gewachsen, aber nicht so stark, wie von Volkswirten erwartet. Sie rechneten im Durchschnitt mit +12,4 Prozent. Die Handelsbilanz verzeichnet ein Defizit den zwanzigsten Monat in Folge, diesmal beträgt es rund 800 Milliarden Yen (etwa 5,7 Milliarden Euro). Somit bleibt eine wichtige Wachstumsquelle deutlich gedämpft.

Die japanische Zentralbank hat in den letzten Monaten die Abwertung des Yens bewusst angetrieben. Dies hat nun keinen gewünschten Effekt auf Exporte erreicht, die Importe wurden allerdings dadurch teurer, was den Binnenkonsum unter Druck setzt. Und dies passiert zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn ab dem 01. April 2014 wird die Umsatzsteuer deutlich erhöht. Experten erwarten, dass die Zentralbank die Situation auf dem Binnenmarkt erst mal beobachten wird, bevor sie eine neue Welle der Lockerung der Geldpolitik startet.

Man rechnet damit, dass dies wahrscheinlich im Sommer passieren wird. Eine gesund und kontinuierlich wachsende japanische Volkswirtschaft würde eine weltweite Erholung deutlich stärken. Aktuell bleibt die Lage im Land des Sonnenaufgangs jedoch ziemlich wackelig.

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