Musterdepots
Griechenland wird Börsen nicht dauerhaft im Bann halten

An den Kapitalmärkten scheint das griechische Schuldendrama das komplette Geschehen zu beherrschen. Der Dax spielt verrückt. Doch Musterdepot-Autor Daniel Hupfer ist sich sicher: das wird nicht von Dauer sein.
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Griechenland und kein Ende. Während alle Welt auf den Ausgang des Referendums wartet, stellt sich für uns die Frage, ob man am kommenden Sonntag wirklich so viel schlauer sein wird. Im Falle eines „Nein“ nimmt die Wahrscheinlichkeit eines „Gexit“ sicherlich zu. Zwar glaubt der griechische Premierminister, dass er dann eine stärkere Verhandlungsposition hat, doch mit wem will er verhandeln?

Auch wenn die Regierung in Athen betont, im Euro bleiben zu wollen, dürfte die EZB in diesem Fall den Geldhahn endgültig zudrehen, sodass das griechische Bankensystem dann endgültig in die Insolvenz geht. Kompliziert werden dürfte es im Falle eines „Ja“ bei der Abstimmung werden.

Denn die europäischen Partner werden sich kaum mit einer Regierung an einen Tisch setzen, die diskreditiert ist und zu der sie jegliches Vertrauen verloren hat. Doch egal, was am kommenden Sonntag passiert: Dass ein Land, dessen Bruttoinlandsprodukt nur rund 0,2 Prozent der Weltwirtschaft entspricht, die Kapitalmärkte dauerhaft in seinen Bann schlägt, ist nicht zu erwarten.

Der gestrige Tag hat sich negativ auf unser Portfolio ausgewirkt, aber das Ausmaß bleibt begrenzt. Krisenindikatoren wie der US-Dollar oder auch Edelmetalle wie Gold und Silber bleiben ohne nennenswerten Ausschläge. Der gestrige Handel am Aktienmarkt ist weiterhin unter dem Titel einer Bodenbildung zu charakterisieren. Dagegen zeigt sich der Anleihemarkt im Segment der südeuropäischen Staatsanleihen weiterhin schwächer. Wir gehen davon aus, dass sich bald die Gelegenheit ergibt, unsere vor einiger Zeit mit Gewinn verkauften Positionen, preiswert zurück zu kaufen.

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