Musterdepots
Griechenlands Schulden bleiben gefährlich

Das griechische Parlament beschließt weitere Sparmaßnahmen. Musterdepot-Stratege Alexander Kovalenko glaubt nicht, dass damit das grundsätzliche Problem gelöst ist. Die Schuldenthematik wird die Märkte in Atem halten.
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Die Ängste um das globale Wirtschaftswachstum sowie die europäische Flüchtlingskrise haben in den letzten Monaten das Thema Griechenland und die Schuldenlast des Landes in den Hintergrund gedrängt. Nun wird das nächste Hilfspaket vom Internationalen Währungsfonds, dem Euro-Rettungsfonds ESM sowie von der Presse wieder breit diskutiert.

Das griechische Parlament hat vor einigen Tagen weitere Sparmaßnahmen gebilligt. Unserer Meinung nach war der Lösungsansatz beim griechischen Problem von Beginn an falsch. Am vernünftigsten wäre es gewesen, das Land aus dem Euro-Raum auszuschließen, eine Nationalwährung wiedereinzuführen und einen Schuldenschnitt zu unternehmen. Dies hätte eine starke Abwertung der Nationalwährung, Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und einen Neuanfang für Griechenland bedeutet.

Dies ist aber politisch nicht gewollt. Das Land bleibt also im Euroraum und muss weiterhin die fehlende Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft mitschleppen.

Ein massiver Schuldenschnitt ist ebenfalls nicht gewünscht. Die Kreditgeber verlangen immer neue Sparprogramme, die unseres Erachtens das Problem nie lösen werden können. Was Griechenland braucht, ist überdurchschnittliches Wachstum und eine nennenswerte Inflation. Keines davon ist momentan in Sicht.

Ohne einen radikalen Schuldenschnitt und ein stimulierendes Wachstumsprogramm wird Griechenland nie seine Schulden zahlen können. Die Schuldenproblematik wird also auch in den nächsten Jahren immer wieder für Turbulenzen sorgen.

Kommentare zu " Musterdepots: Griechenlands Schulden bleiben gefährlich"

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  • Der Beitrag ist völlig unglaubwürdig!
    Die Schulden Griechenlands kalten die EZB imd die Geberländer.
    Die Finanzmärkte verlassen sich auf Deutschland. Erst wenn Deutschland aussteigt, bricht das Weltfinnanzsystem wieder einmal zusammen.
    Auf diesen Ausstig kann man dafür oder dagegen wetten. Das ist DIE Stratehie! Alles andere ist Marketing!
    Schämt euch!

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