Musterdepots Herausforderung angenommen

Mit den Erkenntnissen aus der laufenden Quartalssaison nehmen unsere Strategen ihre Depots unter die Lupe. Dabei müssen Öl- und Gastitel nicht zwangsläufig aus dem Portfolio fallen, wie Alexander Kovalenko mutig beweist.
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Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat am Donnerstag letzter Woche seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2014 vorgestellt. Der Firmenchef Gerhard Roiss betonte: „Die Halbierung des Ölpreises ist für uns und die Branche eine enorme Herausforderung“. OMV konnte aber trotzdem sehr solide abschneiden.

Der um Lagereffekte bereinigte Betriebsgewinn ist im vierten Quartal um 23 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen, was die Analystenerwartungen deutlich übertroffen hat. Dieses gute Ergebnis wurde in erster Linie dank dem Raffineriegeschäft erzielt, welches von dem billigeren Öl sogar profitieren konnte. Der Konzernchef Roiss hat ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, die Details dazu sind aber vorerst nicht genannt worden.

Jeder Bereich stehe unter der Kostensenkungslupe, so Gerhard Roiss. Auf jeden Fall werden, wie auch bei vielen anderen Ölkonzernen,  die Investitionen gekürzt. Die strategische Ausrichtung mit Fokus auf die Öl- und Gas-Suche sowie die Produktion bleibt aber intakt. Die Dividende von 1,25 Euro pro Aktie sollte trotz all der Herausforderungen auch erhalten bleiben. Laut unserer Berechnung gehört OMV derzeit zu den Top 3 der günstigsten Unternehmen im ganzen STOXX Europe 600 Universum. Wir bleiben investiert.   

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1 Kommentar zu "Musterdepots: Herausforderung angenommen"

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  • Herr Kokologiannis

    Ich danke Ihnen für diesen Beitrag und Ihren kritischen Blick auf die Dinge (teilweise gegen den Mainstream Ihrer Kollegen).

    Die akut kollektiv beliebte Idee wegen 2-3% Buy-and-Hold-Dividendenrendite p.A. in Aktien zu gehen und 20-30% Volatilität auszusitzen, scheint mir so typisch deutsch wie blödsinnig. Das hat für mich überhaupt nichts mit Zinsersatz zu tun.

    Aktien sind auch nicht alternativlos. Wenn überhaupt, dann sind sie je nach Risikograd des Anlegers, ein wichtiger Baustein neben anderen.

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