Musterdepots: „Herr Draghi hält sich alle Möglichkeiten offen“

Musterdepots
„Herr Draghi hält sich alle Möglichkeiten offen“

Die Autoren der Musterdepots sind sich einig: Die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank hielt keine Überraschungen offen. Sie blicken nun auf weitere Konjunkturdaten und die Lage in der Ukraine.
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Nach mehreren Tagen intensiver Beobachtung der ukrainischen Nachrichtenlage steht heute mal wieder ein wirtschaftliches Thema im Mittelpunkt. Die europäische Notenbank hat den Leitzins auf ihrer Sitzung bei 0,25 Prozent belassen. Herr Draghi hat ausgeführt, dass die EZB weiterhin eine moderate Erholung der wirtschaftlichen Konjunktur im Euroraum erwartet. Viele Marktteilnehmer hatten zuletzt mit einer Zinssenkung beziehungsweise anderen unkonventionellen Schritten gerechnet, so dass die Notenbanksitzung von einigen als leichte Enttäuschung gewertet wird.

Allerdings hält sich Herr Draghi weiterhin alle Möglichkeiten offen, um auf Veränderungen des EZB-Szenarios reagieren zu können. Insgesamt kann die Notenbanksitzung als unspektakulär abgehakt werden. Neue Erkenntnisse konnten nicht erlangt werden, so dass sich der Fokus wieder auf die Konjunkturdaten und die geopolitischen Spannungen richten wird.

Aus dem Unternehmenssektor kommen weiterhin Berichte über das abgelaufene vierte Quartal. Die Veröffentlichung der Zahlen von Merck ist dabei symptomatisch für eine Reihe von Berichten, die wir zuletzt gesehen haben. Während auch Merck Umsätze und Gewinne auf Rekordniveau berichtet hat, war der Ausblick für 2014 sehr verhalten. Probleme bereitet vielen Unternehmen derzeit der starke Euro, so dass zunehmende Gewinne durch negative Wechselkurseffekte wieder aufgezehrt werden. Die Aktien des Pharmakonzerns kamen deutlich unter Druck, allerdings hat die Veröffentlichung anderer Unternehmenszahlen gezeigt, dass sich die Aktien häufig in der Folge wieder erholen. Dies halten wir auch für die Aktien von Merck für wahrscheinlich.

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