Musterdepots
Hoffen, dass die Spannungen nicht zunehmen

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland werden wieder komplizierter. Die internationalen Börsen kommen da nicht ungeschoren davon. Auch die Depots leiden darunter. Wie die Autoren damit umgehen.
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Heute notiert der Bundfuture erstmals über der Marke von 148 Prozent und die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen fällt unter die Marke von 1,17 Prozent. In dieser Entwicklung spiegelt sich die Unsicherheit über weitere Sanktionen der USA gegenüber Russland wieder. Anleihen möglicher betroffener russischer Unternehmen fallen heute bis zu vier Prozent.

Unser gehaltener Anleihebestand ist davon nicht betroffen, obwohl wir auch schlechtere Bonitäten wie zum Beispiel Portugal direkt halten. Nur der erworbene Emerging Market Bond-ETF ist heute leicht davon betroffen. In diesem Fonds liegt der Anteil russischer Staatsanleihen bei circa 5,5 Prozent und diese Anleihen verzeichnen einen Tagesverlust von ungefähr 2,5 Prozent. Aufgrund der niedrigen Gewichtung ist der Effekt auf den Fonds sehr gering. Diese Entwicklung unterstreicht aus unserer Sicht die Notwendigkeit einer breiten Diversifikation in risikoreichere Märkte. In der Summe entwickelt sich unser Anleihebestand aber sehr erfreulich. Die annualisierte Rendite liegt bei mehr als acht Prozent. Somit hat sich die Investition in risikoreichere Anlagen bis dato als richtig erwiesen.

Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Spannung nicht weiter zunehmen, da bereits heute erste Auswirkungen in der deutschen Wirtschaft spürbar sind. So sind die deutschen Exporte nach Russland seit Jahresbeginn um fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Somit könnte sich die Sorge, dass diese Krise auch die deutschen Unternehmen erreicht, bewahrheiten.

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