Musterdepots
Hohe Dividendenrendite kann ein Risiko sein

Der jüngste Einbruch der RWE-Aktie zeigt wie fragwürdig es ist, gezielt nur auf vermeintlich ausschüttungsstarke Aktien zu setzen.

Die Öl- und Gasbohrungen in der der Frackingindustrie in den USA sind seit Beginn des Jahres 2015 massiv eingebrochen und liegen aktuell rund 60 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Diese Entwicklung entspricht auch exakt dem „Rig Count“ der Erdöl-Service-Gesellschaft Baker Hughes, die wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohrtürme veröffentlicht. Da die getätigten Bohrungen einen zeitlichen Vorlauf vor der tatsächlichen Ölförderung haben, ist absehbar, dass diese in den kommenden sechs bis zwölf Monaten deutlich sinken wird.

Der Rückgang der Bohraktivitäten der US-amerikanischen Energieunternehmen wirkt sich aber nicht nur auf die gesamtwirtschaftliche Industrieproduktion negativ aus, sondern unter anderem auch auf die Investitionen. Von den 2,3 Billionen US-Dollar, die im vierten Quartal 2015 in Ausrüstungsinvestitionen geflossen sind, kamen gerade einmal 65 Milliarden US-Dollar von Unternehmen aus der Frackingindustrie, also knapp drei Prozent.

Vor einem Jahr betrug das Investitionsvolumen dagegen noch 145 Milliarden US-Dollar, mithin haben sich die Ausgaben in diesem Zeitraum mehr als halbiert. Und auch wenn die absoluten Zahlen bei den getätigten Investitionen eher gering anmuten, darf man nicht übersehen, dass ihre Veränderungen in den vergangenen Jahren zum Teil erheblichen Einfluss auf das gesamte Wachstum der US-Investitionen hatten. Zwischen 2010 und 2014 machte das Investitionswachstum in der Ölindustrie rund 50 Prozent des gesamten US-Investitions-wachstums aus.

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